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Beim Pharma- und Chemiekonzern Merck in Darmstadt wird auch in der Corona-Krise zuversichtlich in die Zukunft geblickt.
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Beim Pharma- und Chemiekonzern Merck in Darmstadt wird auch in der Corona-Krise zuversichtlich in die Zukunft geblickt.

Corona in Darmstadt

Wirtschaft in Südhessen: „Lockdown frisst sich in alle Branchen“

  • Jens Joachim
    vonJens Joachim
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Matthias Martiné, der Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Darmstadt/Rhein-Main-Neckar, äußert sich enttäuscht über die jüngsten Corona-Beschlüsse der Bundesregierung und der Länder. Die IHK legt die erste Konjunkturumfrage für 2021 vor.

Für die stark vom Lockdown betroffenen Branchen wie den Handel, die Gastronomie, die Hotelerie und die Veranstaltungsbranche sind die jüngsten Beschlüsse der Bundesregierung und der Länder aus Sicht der Industrie- und Handelskammer (IHK) Darmstadt/Rhein-Main-Neckar „eine herbe Enttäuschung“.

IHK-Präsident Matthias Martiné sagte bei der Vorstellung der ersten Konjunkturumfrage für dieses Jahr, die Politik habe es versäumt, den Menschen und Unternehmen eine Perspektive zu geben. Anders als vor einem Jahr wirkten sich die Corona-Beschränkungen nun nicht nur auf unmittelbar betroffene Betriebe aus. „Der Lockdown frisst sich in alle Branchen“, sagte Martiné.

Gleichwohl spricht Peter Kühnl, der bei der IHK für den Bereich Unternehmen und Standort zuständig ist, mit Verweis auf den aktuellen Konjunkturbericht von einem „Schritt aus der konjunkturellen Talsohle“. Bei der wirtschaftlichen Lage in Südhessen zeichne sich „kein einheitliches Bild ab“. Ein Teil der Unternehmen erweise sich in der Corona-Krise als widerstandsfähig, ein anderer Teil stehe „mit dem Rücken zur Wand“, so Kühnl.

Konjunkturbericht

Drei Mal im Jahr erscheint der Konjunkturbericht der IHK mit Sitz in Darmstadt. An der aktuellen Umfrage haben sich 285 Unternehmen beteiligt.

Die Unternehmer richten ihren Blick sehr verhalten in die Zukunft: 22 Prozent rechnen mit einer Verbesserung der Situation, 25 Prozent sehen schlechtere Zeiten auf sich zu kommen und 53 Prozent glauben, dass sich ihre Lage nicht groß ändert. jjo

www.darmstadt.ihk.de

Martiné zufolge sind vor allem die Industrieunternehmen und industrienahe Dienstleister:innen stabil aufgestellt und blickten „eher zuversichtlich“ in die Zukunft. Auf der anderen Seite steckten das Gastgewerbe, die Tourismusbranche und Teile des Einzelhandels in einer „akuten Krise“. Trotz allem, so der IHK-Präsident, der auch Vorstandssprecher der Volksbank Darmstadt-Südhessen ist, stünden die Zeichen „insgesamt auf Erholung“.

Zahl der zufriedenen Unternehmen in Darmstadt und Südhessen überwiegt

Laut der jüngsten Konjunkturumfrage beurteilen 29 Prozent der befragten Unternehmen in Südhessen ihre Lage als gut, 46 Prozent als befriedigend und ein Viertel als schlecht. Dass die Zahl der zufriedenen Unternehmen leicht überwiege, liege vor allem an der Industrie, die sich ein weiteres Mal als „Stabilitätsanker“ erweise und wieder zu einem „Zugpferd für die industrienahen Dienstleister“ avanciere, sagte Martiné. Positiv wirke sich etwa das Exportgeschäft und die boomende chinesische Wirtschaft aus. Davon profitierten auch die regionalen Industriebetriebe.

Der IHK-Geschäftsklimaindex legt gegenüber dem Herbst vorigen Jahres um dreieinhalb Punkte zu. Der Index hat mit 100,4 Punkten nun wieder die Wachstumsschwelle von 100 übertroffen.

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