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Die Täter haben es auf das Bargeld in den Geldautomaten abgesehen. Die durchschnittliche Beutesumme bei den Sprengungen, bei denen die Täter Geld erbeuten, liegt bei über 100.000 Euro.
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Die Täter haben es auf das Bargeld in den Geldautomaten abgesehen. Die durchschnittliche Beutesumme bei den Sprengungen, bei denen die Täter Geld erbeuten, liegt bei über 100.000 Euro.

Darmstadt

Wieder Geldautomat in Südhessen gesprengt

  • Jens Joachim
    VonJens Joachim
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Das Landeskriminalamt macht in Hessen Jagd auf kriminelle Banden, die mit Hilfe von Gasexplosionen Bargeld aus Automaten stehlen. Tatorte waren zuletzt in Mörfelden, Kelsterbach und Viernheim. In diesem Jahr gab es in Hessen bereits 16 versuchte oder vollendete Sprengungen von Geldautomaten.

Update vom Freitag, 09.04.2021, 10.10 Uhr: Im südhessischen Viernheim ist in der Nacht zum Donnerstag ein Geldautomat gesprengt worden. Wie die Polizei in Darmstadt mitteilte, konnten Zeugen drei Täter beobachten, die anschließend mit einem schwarzen Audi flüchteten. An dem Kombi seien ausländische Kennzeichen angebracht gewesen.

Geldautomaten in Viernheim und Mörfelden gesprengt

Die Täter seien auch an das Geld in dem Automaten gelangt. Über die erbeutete Geldsumme sowie den entstandenen Schaden machte die Polizei allerdings keine Angaben. Eine sofort eingeleitete Großfahndung unter Einbeziehung weiterer Polizeikräfte benachbarter Polizeipräsidien und Bundesländer führte zunächst nicht zur Ergreifung der Täter.

Erst am frühen Dienstagmorgen war an der Industriestraße in Mörfelden im Kreis Groß-Gerau ein freistehender Automat auf dem Gelände einer Tankstelle gesprengt worden.

Polizei zerstört Sprengsatz in einem Auto in Kelsterbach

Das Landeskriminalamt (LKA) prüft nach Angaben einer Sprecherin auch einen Zusammenhang zum Fund einer selbstgebastelten Vorrichtung zum Aufsprengen von Geldautomaten, die am Mittwoch in einem Fahrzeug auf einem Parkplatz in Kelsterbach entdeckt worden war.

Experten des LKA konnten die Sprengvorrichtung vor Ort kontrolliert abbrennen. Dabei kam es nach einer gemeinsamen Mitteilung des LKA und der Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft zu einem lauten Knallgeräusch. Ein Zusammenhang zwischen dem Fund und der Detonation in Viernheim konnte laut der LKA-Sprecherin zunächst nicht festgestellt werden.

Geldautomaten-Sprengungen: LKA Hessen jagt kriminelle Banden

Das hessische LKA in Wiesbaden beschäftigt sich seit 2019 intensiver mit dem Kriminalitätsphänomen Geldautomatensprengung. Im vergangenen Jahr erfasste die Polizei in Hessen insgesamt 30 versuchte oder vollendete Sprengungen. Im Jahr 2019 waren es noch 53 Fälle gewesen.

Allein in diesem Jahr gab es nach Angaben des LKA bereits 16 versuchte oder vollendete Sprengungen. In sieben Fällen blieb es beim Versuch. In vier Fällen kam es zu einer Detonation, die Täter gelangten aber nicht an das Geld. Und in fünf Fällen gelang den Kriminellen nach einer Sprengung auch der Diebstahl von Bargeld.

In den vergangenen Jahren erbeuteten die Täter laut einem Lagebericht des Bundeskriminalamts durch die Automatensprengungen jährlich zweistellige Millionenbeträge. Nach Erkenntnissen der Ermittler sind in Deutschland mehrere kriminelle Banden aktiv. Sehr gewaltbereite Täter, die auch bewaffnet sind, reisen etwa aus den Niederlanden ein.

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