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Der Wald an der Eschollbrückerstraße in Darmstadt gehört zum Westwald.
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Der Wald an der Eschollbrückerstraße in Darmstadt gehört zum Westwald.

Darmstadt

Stadt Darmstadt nennt Bereich für Bannwald

  • Claudia Kabel
    vonClaudia Kabel
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Der Darmstädter Westwald könnte bald unter Schutz stehen. Die Stadt hat den Bannwaldbereich genannt. Umweltschützer kritisieren, man habe gewartet, bis die Vorzugsvariante für die ICE-Trasse feststehe.

Seit 2013 soll der Darmstädter Westwald zum Bannwald erklärt werden. Doch immer wieder bremsten städtische Diskussionen um Bau- und Infrastrukturvorhaben das Verfahren aus. Jetzt kündigte die Stadt an, beim Regierungspräsidium (RP) Darmstadt die Ausweisung von Bannwald zu beantragen. Und zwar im Bereich zwischen Gräfenhäuser Straße, A 5, Gemarkungsgrenze zu Pfungstadt bis nach Eberstadt und der westlichen Stadtgrenze Darmstadts. „Ziel ist es, den Stadtwald in seiner heutigen Ausdehnung als komplexes Ökosystem zu stabilisieren und in seiner Ausdehnung zu erhalten“, sagt Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne).

Ein solcher Antrag wäre laut RP indes gar nicht nötig gewesen. „Das RP als obere Forstbehörde wird auf eigene Initiative beziehungsweise auf Anregung tätig“, erläutert Sprecher Christoph Süß. Letzte Abstimmungen zwischen Kommune und RP diesbezüglich habe es im Dezember gegeben.

Die Westwaldallianz, ein Zusammenschluss von Umweltschutzinitiativen, betrachtet den städtischen Antrag als Wahlkampfstrategie. „Genau wie die inakzeptable Abschlusserklärung des Runden Tisch Wald ist auch diese Aktion als reine Maßnahme zur Wahrung des grünen Anscheins zu werten“, moniert das Bündnis. Die Stadt habe die Beantragung der Bannwalderklärung so lange hinausgezögert, bis die Deutsche Bahn die Entscheidung für eine ICE-Vorzugstrassenvariante entlang der Eschollbrücker Straße getroffen habe, die den Wald schädige

Das RP wird nun die Anhörung, insbesondere der Naturschutzvereinigungen, starten. Vor Sommer 2021 sei nicht mit einem Abschluss zu rechnen, hieß es.

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