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Weniger Tauben

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Rödermark Stadt kontrolliert Vermehrung durch Austausch der Eier gegen Attrappen

Eigentlich ist sie im Rathaus zuständig für das Wohngeld, vom 1. September diese Jahres an an leitet sie das Bürgerbüro. Doch eine halbe Stunde pro Tag fungiert Simone Lotz als Taubenbeauftragte: Sie füttert die Vögel, reinigt den Taubenschlag auf dem Dach des Rathauses in Ober-Roden und überprüft, ob die lebhaften Tiere auch gesund und munter sind.

Dass die Stadt seit Februar als – wie Bürgermeister Roland Kern (AL) schätzt – wohl einzige Kommune in der Gegend Tauben Unterschlupf bietet, hat freilich weniger mit Vogelliebe zu tun als mit massiven Beschwerden von Anwohnern.

Im vergangenen Sommer waren die Tauben im Ortskern von Ober-Roden regelrecht zur Plage geworden, sogar überregionale Boulevardsender berichteten über den Aufreger. Als Verantwortlicher für die Zunahme wurde ein Anwohner ausgemacht, der die Tauben angefüttert hatte.

Nachdem der Kreis einschritt, stellte der Anwohner offenbar die Fütterung der Tiere ein. Und die Stadt entschied sich für den Versuch mit dem Taubenschlag.

Seitdem tauscht die städtische Taubenbeauftragte, selbst im Urberacher Brieftaubenverein aktiv, die Eier regelmäßig gegen Attrappen aus Gips aus.

Bürgermeister Kern konnte gestern eine positive Zwischenbilanz des „Taubenkonzepts“ präsentieren. Statt 300 Tauben zähle man inzwischen nur noch 50 bis 60, und: „Die dürfen auch bleiben.“

Beschwerden von Nachbarn gebe es auch nicht mehr. (cm.)

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