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Weniger Strom aus Solarpark

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Die Stadtwerke Weiterstadt betreiben seit 2009 Photovoltaikanlagen. Die erste Anlage im Regenüberlaufbecken westlich der Autobahn A 5 hat allerdings technische Probleme mit einigen Kollektoren.

Eiskalt war es, der Himmel bedeckt. Es schien kein guter Tag, um mit städtischer Fotovoltaik anzufangen – damals, Mitte Dezember 2009, im Regenrückhaltebecken im Weiterstädter Gewerbegebiet West. Aber der Start der Stadtwerke Weiterstadt in die Solarstromerzeugung gelang. In das Regenüberlaufbecken bei der Hochtanner Brücke fließt seitdem nicht nur drei- bis viermal im Jahr überschüssiges Regenwasser rein, aus der drei Fußballfelder großen Fläche kommt auch täglich Strom raus. 565 000 Kilowattstunden (kWh) Jahresertrag, Strom für 125 bis 190 Familien, waren prognostiziert. Tatsächlich lieferten die Kollektoren im Folgejahr 623 750 Kilowattstunden.

Inzwischen richten sich einige Solarkollektoren aber nicht mehr nach der Sonne aus. Einige Motoren, die die Anlagen optimal zur Sonne drehen, sind kaputt. „Eine Reparatur würde pro Motor rund 5000 Euro kosten“, erklärt Weiterstadts Bürgermeister Ralf Möller. Zwar lieferten Kollektoren, die der Sonne folgen, rund 30 Prozent mehr Strom als starr nach Süden ausgerichtete Anlagen, der Mehrertrag stehe laut Bürgermeister nicht im Verhältnis zu den Reparaturkosten.

Manche Kollektoren stehen zur Zeit noch falsch. „Nach Süden ausrichten und dann starr einstellen kostet auch Geld“, erklärt der Bürgermeister. Daher warte man, dass der Service mehrere Kollektoren auf einmal ausrichten könne. (mawi)

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