1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Darmstadt

Wellness wird teurer

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Das Jugendstilbad in Darmstadt hat im Jahr 2009 ein Defizit von 13.500 Euro gemacht. Jetzt sollen die Eintrittspreise erhöht werden.

Das Jugendstilbad in Darmstadt hat im Jahr 2009 ein Defizit von 13 500 Euro gemacht. Da die Stadt mit einem Erlös von 68 000 Euro kalkuliert hatte, muss sie nun insgesamt 81 500 Euro übernehmen. Der Magistrat hat der Erhöhung der Eintrittspreise zugestimmt. Heute muss die Stadtverordnetenversammlung darüber entscheiden.

"Die Stadt trägt das volle unternehmerische Risiko" erläuterte Torsten Rasch, Leiter der Eigenbetriebe Bäder. Der private Betreiber Aquapark erhalte im Jahr einen festen Betrag für den Betrieb des Bads - wie hoch, wollte Rasch nicht sagen. Aquapark prognostiziert die erwarteten Besucherzahlen und die Kosten. Liegen die Erlöse über der Kalkulation, erhalte Aquapark einen Bonus, sagte Rasch. Liegen sie darunter, übernimmt die Stadt das Defizit.

Das ist der Preis für den Verbleib des Jugendstilbads in städtischer Hand als Teil der Eigenbetriebe Bäder. Die Stadt kann dadurch die inhaltliche Ausrichtung als Ort für Familien und auch die Eintrittspreise und Öffnungszeiten bestimmen. Das aktuelle Defizit schreibt Rasch der Kalkulation der Energiekosten und dem Verbrauch zu.

Ursprünglich wollte die Stadt 18 Millionen Euro in Sanierung und Umbau des alten Zentralbads investieren, danach sollte es den städtischen Haushalt nicht mehr belasten. Es wurden 22 Millionen Euro, dafür sagte Bürgermeister Wolfgang Glenz (SPD) noch im März 2009, das Jugendstilbad sei das einzige Bad in Darmstadt, das kostendeckend arbeite. Mit den Sektoren Wellness, Spa und Sauna könne man eben gutes Geld verdienen. (rwb)

Auch interessant

Kommentare