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Ein weiteres Stück des Radschnellwegs in Richtung Darmstadt

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Von: Annette Schlegl

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Im Dezember soll es auf dem Radschnellweg bis zum Friedhof Wixhausen gehen.
Im Dezember soll es auf dem Radschnellweg bis zum Friedhof Wixhausen gehen. © Renate Hoyer

Mehr Komfort für Radfahrer: Am Montag ist der Spatenstich für den Radschnellweg-Abschnitt vom Bahnhof Darmstadt-Wixhausen bis zum Friedhof Wixhausen erfolgt.

Der Bau des 31 Kilometer langen Radschnellwegs von Darmstadt zum Holbeinsteg in Frankfurt geht voran. Am Montag erfolgte in Wixhausen der Spatenstich für ein weiteres Teilstück in Richtung Darmstadt, und zwar vom Bahnhof bis zum Friedhof. Die 550 Meter sollen bis Dezember fertiggestellt sein.

1,8 Millionen Euro sind für den Verlängerungsabschnitt entlang der Strecke der Main-Neckar-Bahn zum Auwiesenweg am Wixhausener Friedhof veranschlagt. In die Kosten ist auch der Bau einer neuen Radwegbrücke über die Hindemithstraße eingerechnet. Der Bund übernimmt 1,3 Millionen Euro, den Rest teilen sich Land und Kommune. Für das Gesamtprojekt ist die gemeinnützige Gesellschaft Regionalpark Rhein-Main Südwest zuständig. Für den Ausbau des Streckenabschnitts mussten umfangreiche Planungsarbeiten und aufwendige Koordinationen mit der Bahn und der Stadt Darmstadt erfolgen. Das gesamte östliche Umfeld der Bahnhofsstation Wixhausen musste neu geplant werden.

Künftig vier Meter Platz für Radfahrer auf dem Radschnellweg

Außerdem erhielt die DB AG den Auftrag, den Treppenaufgang zur Station zu verändern und Schaltkästen zugunsten der Radschnellverbindung zu versetzen. Die Zugänge zum Bahnhof bleiben erhalten und werden barrierefrei. Eine Fahrradabstellanlage, eine Call-a-bike-Station und ein Behindertenstellplatz sind dort geplant. Mit Solarstrom betriebene LED-Leuchten werden den Radschnellweg erhellen.

Bislang mussten sich Fußgänger:innen und Radfahrende einen rund 1,50 Meter breiten Weg teilen, was immer wieder zu Konflikten führte. Deshalb ist nun eine neue, vier Meter breite Fahrradtrasse parallel zur Bahnlinie vorgesehen. Der vorhandene Weg wird dann zum reinen Fußweg umgewidmet. Eine 21 Meter lange Radbrücke quert die Hindemithstraße als Stahlkonstruktion mit Betonoberfläche, die auf bereits vorhandene Stützwände aufgelegt wird.

14 Bäume fallen für letztes Teilstück des Radschnellwegs

Der letzte Abschnitt des Radschnellwegs führt ab dem Auwiesenweg bis zur Unterführung der Bundesstraße 3 in Arheilgen. Dort endet das Kooperationsprojekt zwischen der Gesellschaft Regionalpark Rhein-Main Südwest und der Stadt Darmstadt. Diese Teilstrecke solle möglichst zeitgleich mit dem vorhergehenden Abschnitt in Angriff genommen werden, heißt es auf der städtischen Internetseite. 14 Bäume müssen dafür gefällt werden; sie stehen zu nah an der geplanten Trasse. Die Stadtverordneten hatten aber in ihrer April-Sitzung Ersatzpflanzungen beschlossen.

Die Weiterführung des Radschnellwegs bis zur Innenstadt liegt dann allein in den Händen der Kommune. Ziel ist es, die beiden Projekte Frankfurt-Darmstadt und Darmstadt-Bergstraße-Rhein/Neckar zu verbinden und so eine durchgehende Raddirektverbindung zu schaffen. ann

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