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Das martialische Denkmal mit dem von zwei Lanzen oder Pfeilen tödlich getroffenen hessischen Löwen steht an der Mauer des Darmstädter Schlosses wenige Schritte vom Friedensplatz entfernt.
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Das martialische Denkmal mit dem von zwei Lanzen oder Pfeilen tödlich getroffenen hessischen Löwen steht an der Mauer des Darmstädter Schlosses wenige Schritte vom Friedensplatz entfernt.

Darmstadt

Weiter Streit um Kriegerdenkmal in Darmstadt

  • Jens Joachim
    vonJens Joachim
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Der Hamburger Historiker Hannes Heer kritisiert Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) dafür, dass die Taten der Darmstädter Leibgardisten-Regimenter im Ersten und Zweiten Weltkrieg in einem zweijährigen Forschungsprojekt grundlegend untersucht werden soll.

Der Hamburger Historiker Hannes Heer hat den Darmstädter Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) scharf für sein Verhalten im Streit um eine historisch korrekte Kommentierung der Taten der Darmstädter Leibgardistenregimenter im Zweiten Weltkrieg kritisiert.

Bei der Auseinandersetzung geht es darum, am Leibgardistendenkmal, das an der Mauer des Darmstädter Schlosses am Friedensplatz steht, eine Infotafel anzubringen, um an die Taten der Wehrmachtsregimenter zu erinnern, die sich in der Tradition der vor 400 Jahren vom hessischen Landgrafen Ludwig V. aufgestellten Leibgardisten sahen.

Kriegerdenkmal in Darmstadt: Streit um Text für Infotafel

Bislang konnte jedoch keine Einigkeit über die Formulierung des Textes erzielt werden. Gestritten wird vor allem über die Frage, inwieweit die Beteiligung der Darmstädter Regimenter an Kriegsverbrechen der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg sicher wissenschaftlich nachgewiesen werden kann.

Mit einem auf zwei Jahre angelegten Forschungsprojekt will die Stadt Darmstadt in Kooperation mit dem Deutschen Polen-Institut und der Technischen Universität Darmstadt bis 2022 die Geschichte der Regimenter und ihr Verhalten im Ersten und Zweiten Weltkrieg grundlegend aufarbeiten.

Streit um Kriegerdenkmal: Historiker unterstellt OB „Kommandowirtschaft“

Historiker Heer, der mit Peter Behr und Renate Dreesen vom Darmstädter „Bündnis gegen Rechts“ das Buch „Verfälschte Erinnerung - Das Leibgardisten-Denkmal in Darmstadt“ herausgegeben hat, wertet das Vorhaben jedoch als „bösen Angriff auf ein ziemlich großes Netzwerk von engagierten Menschen und erfolgreichen Initiativen“.

Mit Verweis auf seine „Darmstädter Freunde“ unterstellt Heer Partsch „Kommandowirtschaft“ und wirft dem OB vor, sich in die „verheerende Darmstädter Gedenkkultur“ einzureihen, die 60 Jahre lang von einer Koalition aus SPD, CDU und FDP geprägt worden sei.

Mehr zum Streit um das Leibgardisten-Denkmal in Darmstadt lesen Sie im Artikel „Streit über Gedenken an Gefallene“.

Unterdessen steht die Kameradschaft der Leibgardisten vor der Auflösung.

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