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SPD wehrt sich

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Grüne schuld an Eklat bei HSE-Versammlung

Die SPD hat in einer Reaktion auf die Hauptversammlung der Heag Südhessische Energie AG (HSE) am vergangenen Freitag betont, nicht sie, sondern die Grünen seien Verursacher der beiden Vertagungen – Entlastung des HSE-Vorstands und Abwahl von Walter Hoffmann (SPD) und Theo Ludwig (fraktionslos) aus dem Aufsichtsrat – gewesen, die zum Eklat auf der Aktionärsversammlung geführt hatten.

Der Fraktionsvorsitzende Hanno Benz und seine Stellvertreterin Dagmar Metzger, beide Mitglied im Aufsichtsrat der Heag Holding AG, teilten mit, bei der Sitzung am 6. Juni habe die Vorsitzende des Aufsichtsgremiums, Baudezernentin Brigitte Lindscheid (Grüne), den Abwahlantrag gegen Hoffmann und Ludwig eingebracht. Auf Druck der SPD-Vertreter sei der zweite Antrag gescheitert, einzelnen HSE-Vorstandsmitgliedern die Entlastung zu verweigern. Zuvor habe OB Jochen Partsch (Grüne) „massiv“ die beiden Anträge unterstützt.

Bei einer Sondersitzung am 4. Juli beschloss nach Darstellung der SPD der Heag-Holding-Aufsichtsrat dann, beide Anträge zu vertagen. Dem folgte schließlich auch die Hauptversammlung der Aktionäre mit der Aktienmehrheit der Stadt an der HSE.

Benz und Metzger äußerten ihr Unverständnis darüber, dass sich Partsch darüber beklagt hatte, er könne sich nicht durchsetzen: „Die Abwahlanträge waren doch allein auf ihn und die neue Koalition zurückzuführen.“ Auch die Bemerkung des HSE-Vorstandsvorsitzenden Albert Filbert, der das Verhalten der Heag-Mitarbeiter-Vertreter als respektlos und skandalös bezeichnet hatte, wies die SPD zurück.

Gerade im Hinblick auf die anstehende Neubesetzung des HSE-Vorstands komme Partsch die Rolle zu, mit allen Beteiligten eine tragfähige Lösung zu finden. „Dies hat er in der aktuellen Konfliktlage, insbesondere im Heag-Aufsichtsrat versäumt“, schließt die Erklärung. ( ryp)

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