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Wegen Unfallgefahr gesperrt

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Mit Flatterband sind ein Teil der historischen Mauer und das Areal davor abgesperrt. Am Aussichtspunkt Ludwigshöhe bröckeln die Mauern - es besteht dringender Sanierungsbedarf.

In diesen Wochen, wo Blätter und Laub sich bunt verfärben und es Spaziergänger in den Herbstwald zieht, da pilgern die Menschen gerne hoch zur Ludwigshöhe. Anziehend auch, weil der Hausberg der Bessunger eine beeindruckende Fernsicht bietet über Darmstadt und Frankfurt bis in den Taunus hinein. Nur ist das Vergnügen eingeschränkt und das schon seit Langem.

„Unfallgefahr – bitte diese Terrasse nicht betreten“, steht auf dem Schild auf der Westseite der Aussichtsplattform. Mit Flatterband sind ein Teil der historischen Mauer und das Areal davor abgesperrt. Der Weg des Besuchers endet hier. Und das schon ungefähr ein Jahr lang.

Von Erich „Charly“ Landzettel von der Bürgeraktion Bessungen/Ludwigshöhe, die den Aussichtspunkt ehrenamtlich betreut, ist zu erfahren, dass die alte Mauer an der Stelle zunehmend bröckele und rissig werde. „Das fing voriges Jahr an, und wir haben Bedenken geäußert“, berichtet der Vorsitzende. Da sei ja auch immer mal Party und Leute lehnten oder setzen sich auch auf die Mauer.

Die Stadt habe einen Gutachter vorbeigeschickt und der habe festgestellt, dass Sanierungsbedarf bestehe. „Wir sind in Verbindung mit der Stadt, und der Oberbürgermeister hat sich mittlerweile persönlich der Sache angenommen“, sagt Landzettel.

Statiker prüft Maßnahmen

Wie es weitergehe, sei indes in der Tat unklar. Zwar habe Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) versprochen, das werde noch in diesem Jahr repariert. Aber das sei ja bald um.

In einem Brief an Landzettel vor ein paar Monaten hat sich der Oberbürgermeister zwar zeitlich nicht festgelegt. Doch teilt er darin mit, dass die Schäden im Rahmen der Bauunterhaltung repariert würden. „Aktuell wurden mit einem Statiker notwendige Reparaturmaßnahmen an der Terrasse abgestimmt.“

Zudem werde derzeit der Gesamtsanierungsbedarf des Ludwigshöhturms ermittelt. Dessen kleinere Außenterrasse im unteren Bereich ist nämlich ebenfalls gesperrt. Hierzu sollte im September ein weiteres Gutachten an ein Architekturbüro vergeben werden. Unabhängig von der Gesamtsanierung: Wann wird denn nun die Terrasse repariert? Da legt sich auch Sigrid Dreiseitel von der städtischen Pressestelle nicht fest.

Der Eigenbetrieb Immobilienmanagement stelle alle Unterlagen für eine Ermittlung des Sanierungsbedarfes zusammen. Ob das noch dieses Jahr geschehe, könne sie nicht sagen. (aw.)

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