1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Darmstadt

Warnstreik in allen Kitas

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Gewerkschaft ruft rund 240 Erzieher auf, am 8. April die Arbeit niederzulegen.

Mit einem Warnstreik am 8. April unterstützen die Bediensteten der 22 städtischen Kitas die Arbeitnehmerseite im Tarifstreit des Sozial- und Erziehungsdienstes. Über die Hintergründe der Auseinandersetzung und die Folgen für die Eltern am Streiktag informierte die Gewerkschaft Verdi am Montagmorgen.

Beteiligt am Kita-Warnstreik in Rüsselsheim sind nach Angaben von Verdi-Vertrauensfrau Natascha Piros rund 240 Erzieher und Erzieherinnen. Für die betroffenen rund 1500 Familien hat die Gewerkschaft Info-Flugblätter vorbereitet.

Wer am Montagmorgen zum städtischen Kindergarten in der Königstädter Auerbacher Straße kam, der wurde keinesfalls von Plakaten, Warnwesten oder Trillerpfeiffen empfangen. Vielmehr standen die Vertrauensleute der Gewerkschaft Verdi vor dem Tor und informierten die Eltern über den geplanten Streiktag am 8. April. Gestreikt wird, sofern sich im Tarifstreit im Sozial- und Erziehungsdienst keine Einigung abzeichnet.

Kritik an Eingruppierung

Seit dem 25. Februar laufen die Tarifverhandlungen mit der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA). Verdi fordert Reformen bei der Eingruppierung und argumentiert, dass das Durchschnittsgehalt einer Erzieherin in der Entgeltgruppe S6 mit 2800 Euro brutto immer noch etwa 600 Euro unter dem vom Statistischen Bundesamt ermittelten Durchschnittsgehalt vollbeschäftigter Arbeitnehmer liege.

„Am 8. April werden alle Rüsselsheimer Kindertagesstätten vom Warnstreiktag betroffen sein. Dies versuchen wir den Eltern zu vermitteln und auch, dass wir sie nicht schädigen wollen, sondern soziale Gerechtigkeit fordern“, so Natascha Piros. (eda)

Auch interessant

Kommentare