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Andreas Larem gewinnt für die SPD das Direktmandat im Wahlkreis 186.
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Andreas Larem gewinnt für die SPD das Direktmandat im Wahlkreis 186.

Darmstadt

SPD gewinnt das Direktmandat im Wahlkreis Darmstadt

  • Jens Joachim
    VonJens Joachim
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Andreas Larem, der Bürgermeister von Messel, wechselt in den Bundestag nach Berlin und hält die Bundestagsabgeordneten Daniela Wagner (Grüne) und Astrid Mannes (CDU) auf Distanz.

Die SPD hat das Direktmandat im Wahlkreis 186, zu dem neben der Stadt Darmstadt auch 14 Kommunen aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg zählen, von der CDU zurückerobert. Vor vier Jahren hatte Astrid Mannes (CDU), die frühere Bürgermeisterin der Gemeinde Mühltal, das Direktmandat mit einem Vorsprung von nur einem Prozentpunkt gewonnen. Die Roßdörfer Bürgermeisterin Christel Sprößler (SPD) hatte damals das Nachsehen.

Wahlkreis 186 Darmstadt: Larem vor Wagner und Mannes

Am Sonntag fiel das Ergebnis klarer aus: SPD-Kandidat Larem konnte die bisherigen Bundestagsabgeordneten Daniela Wagner (Grüne) und Mannes auf Distanz halten. Für Larem wurden nach dem vorläufigen Wahlergebnis 27,4 Prozent der Stimmen abgegeben, Wagner kam auf 23,8 und Mannes auf 22,7 Prozent. 

Für Julia von Buttlar (FDP) wurden 9,2 Prozent der Erststimmen abgegeben, für Meysam Ehtemai (AfD) stimmten 6,0 Prozent und für den Linken-Kandidaten Firat Turgut-Wenzel 5,0 Prozent. Mario Pingel, der „Kanzlerkandidat“ derSatirepartei „Die Partei“ wollte zwar auch „wieder nach Berlin“ - bekam aber nur 2,0 Prozent, das war aber immerhin mehr als Harald Paul Uhl (Freie Wähler, 1,7 Prozent), Gerold Hiemenz (Die Basis, 1,7 Prozent) und Mitja Stachowiak (Klimaliste, 0,3 Prozent) und Anna Schupp (MLPD, 0.1 Prozent).

Darmstadt: OB Partsch kritisiert „schlampigen Wahlkampf“ der Grünen

Listenplatz 11 reichte für CDU-Frau Mannes nicht zum Wiedereinzug in den Bundestag aus. Wagner (Listenplatz 13), Gattin von Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne), verfehlte den Wiedereinzug, weil die Grünen bei den Zweitstimmen gegenüber dem Wahlergebnis vor vier Jahren zwar deutlich zulegen konnten, gleichwohl hinter ihren eigenen Erwartungen zurückblieben.

Bei den Grünen mochte am Sonntagabend im Hoffart-Theater nur verhaltene Freude aufkommen, wenngleich das eine oder andere Glas Sekt und Wein ausgeschenkt wurde. Oberbürgermeister Partsch zeigte sich enttäuscht Die Grünen hätten „teilweise einen schlampigen Wahlkampf“ geführt, sagte er.

OB Partsch: Grüne „Hauptgegner aller beharrenden und reaktionären Kräfte“

Die Menschen in Deutschland seien zwar vielfach der Auffassung, dass sich beispielsweise in der Klimapolitik etwas ändern müsse, dass diese Änderungen aber nicht zu spüren sein dürften.

Und drittens seien die Grünen „Hauptgegner aller beharrenden und reaktionären Kräfte“ gewesen, was in mehreren Plakat- und Anzeigenkampagnen sowie Botschaften in sozialen Medien zum Ausdruck gekommen sei.

Wahlkreis 186 - Darmstadt: SPD löst CDU als stärkste Kraft an

Bei den Zweitstimmen löste die SPD im Wahlkreis die CDU wieder als stärkste politische Kraft ab. Die SPD kam auf 26,3 Prozent, was gegenüber dem Wahlergebnis von 2017 ein Plus von 3,9 Prozentpunkten entspricht. Auch die Grünen (22,4 Prozent, was einem Plus von 8,1 Prozentpunkten gegenüber 2017 entspricht) konnten die CDU (18,4, minus 9,0) überflügeln.

Die FDP kam auf 11,9 Prozent (plus 0.9), die AfD auf 6,5 Prozent (minus 3,3) und die Linken 5,8 (minus 4,4). Die Wahlbeteiligung im Wahlkreis 186 lag mit 78,5 Prozent 0,8 Prozentpunkte unter dem Wert von 2017.

Grüne holen die meisten Erst- und Zweitstimmen in der Stadt Darmstadt

In der Stadt Darmstadt bekamen die Grünen sowohl bei den Erst- wie den Zweitstimmen die meisten Stimmen und überholten SPD und CDU. Bei den Zweitstimmen erhielt die Ökopartei 28,8 Prozent, was einem satten Zuwachs von 10,4 Prozentpunkten entspricht. Die SPD kam auf 23,9 Prozent (plus 2,9 Prozent), gefolgt von der CDU, die 9,0 Prozentpunkte einbüßte und nur noch 14,8 Prozent der Stimmen erhielt.

Die FDP verbesserte sich um 0,3 Prozentpunkte auf 11,0 Prozent. Für die Partei Die Linke votierten 8,0 Prozent der Wählerinnen und Wähler, was einem Rückgang gegenüber der Wahl 2017 von 5,1 Prozentpunkten entspricht. Die AfD büßte 3,3 Prozetpunkte ein und kam auf 5,1 Prozent. Bei den Erststimmen lag Grünen-Kandiatin Daniela Wagner in der Stadt Darmstadt mit 31,3 Prozent vor SPD-Mann Andreas Larem (24,6 Prozent) und Astrid Mannes (18,0 Prozent).

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