1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Darmstadt

Für die Wähler zählen Personen

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Viele Listen werden neu gemischt, bei der Darmstädter FDP allerdings ohne Effekt. Sie musste ohne ihr Zugpferd Ruth Wagner in den Kommunalwahlkampf ziehen – und ist am Sonntag vom Wähler böse rasiert worden.

Nur noch zwei Stadtverordnete werden künftig im Darmstädter Stadtparlament die blaugelben Farben vertreten. Dafür aber kann die FDP eine andere Bestleistung vermelden: Ihre Wähler haben besonders eifrig von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, Kandidaten auf der Parteiliste weiter nach vorn oder hinten zu befördern.

An Leif Blum und Dierk Molter kommt dennoch keiner vorbei – auch nicht der ehrenamtliche Stadtrat Frank Sabais, der von Platz 13 auf Position 4 vorrückt. Sein Sohn Daniel machte sogar den größten Satz unter den 465 Bewerbern bei dieser Wahl: um 35 Plätze von 54 auf 19.

Zweistellige Aufstiege gelingen auf der FDP-Liste noch dem langjährigen Fraktionsvorsitzenden Hermann Kleinstück (plus 23 auf 16), Michael Loos (plus 18 auf 29), Dieter Steinigeweg (plus elf auf 31) und Paul Hoffmann (plus 14 auf 41).

Neues Gesicht bei den Grünen

Bei den Grünen mag Lothar Petry auf Listenplatz 24 am wenigsten mit einer Verlängerung seines Mandats gerechnet haben. Er rückte aber noch drei Positionen auf und mit dem satten Ergebnis der Partei von 23 Mandaten ist ihm ein Stuhl in der Stadtverordnetenversammlung sicher. Unter die ersten zehn Listenplätze hat sich ein neues Gesicht geschoben: die Anti-Nordostumgehungs-Aktivistin Sabine Crook.

Gegenläufige Entwicklungen gibt es bei CDU und SPD: Hier reichen einige vermeintlich sichere Plätze wegen der schlechten Wahlergebnisse nicht für ein Mandat. Der bisherige CDU-Stadtverordnete Peter Mayer verliert vier Positionen: Rang 19 ist bei 18 eroberten Mandaten zu wenig. Auch der bisherige Fraktionskollege Klaus von Prümmer, von 22 auf 24 gerutscht, ist draußen.

Mit einem Kraftakt, dem Sprung von 32 auf 15, ergattert Eventmanager Felix Staudt gerade noch das letzte Stadtverordnetenmandat der SPD. Übertrumpft wird er nur von Klaus Uebe, der 24 Plätze zulegt. Rang 20 reicht jedoch nicht für ein Mandat.

Die Wähler der Linken hoben die Maschinenbau-Ingenieurin Martina Hübscher-Paul von Position drei auf die erste Stelle. Der bisherige Stadtverordnete Karl-Heinz Böck rutscht auf drei, aber auch für ihn reicht es erneut.

Bei Uffbasse bleibt Jörg Dillmann das Zugpferd: Platz eins statt drei halten die Wähler für angemessen. Auch die folgenden vier Bewerber tauschen Plätze, doch das Quintett zieht komplett ins Stadtparlament ein. (bad)

Auch interessant

Kommentare