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Vorsätzlicher Bankrott

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Betrug beim Betrieb von Freizeitbädern
Betrug beim Betrieb von Freizeitbädern © dpa

Freizeitbäder sind ihr Geschäft. Doch seit 2003 ist die Firma mit Sitz im Kreis Darmstadt nicht mehr zahlungsfähig. Jetzt droht den Geschäftsführern die Anklage. Es geht um 16 Millionen Euro.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat Anklage gegen zwei Geschäftsführer mehrerer Freizeitbäder erhoben. Den Männern im Alter von 58 und 66 Jahren wird Insolvenzverschleppung, Veruntreuung von Löhnen und vorsätzlicher Bankrott vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte.

Die Beschuldigten waren Geschäftsführer und Alleingesellschafter von zwei 1999 gegründeten Gesellschaften mit Sitz im Kreis Darmstadt und Essen, die Freizeitanlagen errichten und betreiben sollten. Der 58-Jährige war zudem Geschäftsführer und Mehrheitsgesellschafter einer weiteren 1996 gegründeten Gesellschaft mit Sitz in Ulm.

Den Ermittlungen zufolge war die Gesellschaft im Kreis Darmstadt spätestens ab August 2003 nicht mehr in der Lage, ihre fälligen Verbindlichkeiten zu erfüllen. Die Beschuldigten stellten dennoch keinen Insolvenzantrag, sondern ließen die Gesellschaft immer tiefer in die roten Zahlen rutschen.

Im Insolvenzverfahren haben 224 Gläubiger Forderungen im Umfang von 16 Millionen Euro angemeldet.

Von Juni 2003 bis Oktober 2004 sollen die Geschäftsführer zudem keine Arbeitnehmerbeiträge zur Sozialversicherung abgeführt haben. Betroffen waren 35 Mitarbeiter. Den Sozialversicherungskassen entstand ein Beitragsausfall in Höhe von mehr als 39.000 Euro.

Nun muss die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Stuttgart über die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden. (dapd)

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