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Vorbereitung auf den Wechsel

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Die Wege nicht nur dieser Viertklässler werden sich wahrscheinlich bald trennen.
Die Wege nicht nur dieser Viertklässler werden sich wahrscheinlich bald trennen. © Roman Grösser

Darmstadts Viertklässler und ihre Eltern müssen sich bald für weiterführende Schule entscheiden. Beraten wird den Februar hindurch und bis April fallen dann die Entscheidungen.

Mit Ausgabe der Halbjahreszeugnisse am Freitag beginnt für die Viertklässler der Darmstädter Grundschulen die heiße Phase. Zum Sommer steht der Wechsel in die weiterführende Schule an – ein großer Schritt für die Kleinen und bei Eltern verbunden mit Unwägbarkeiten, vielleicht auch Ängsten.

„Die Schulen begleiten die Kinder und Eltern sorgfältig, der Wechsel wird umfangreich vorbereitet“, sagt Susanne Hajdu. Der Schulamtsdirektorin am Staatlichen Schulamt für die Stadt Darmstadt und den Landkreis Darmstadt-Dieburg – das sich seit Jahresbeginn zudem Landesschulamt und Lehrkräfte-Akademie nennt – obliegt die Fachaufsicht über 25 Schulen. Sie erläutert, dass dem nun beginnenden Prozedere von der Einzelberatung bis zur Anmeldung Gespräche und Informationsabende mit Eltern ebenso vorausgegangen sind wie Klassenkonferenzen. Schließlich haben die Lehrerinnen und Lehrer die Mädchen und Jungen vier Jahre begleitet und dabei verlässliche Eindrücke gewonnen.

Jede Schule habe für sich einen Weg gefunden, die Kinder unaufgeregt auf den Wechsel einzustimmen, unter anderem, indem sie im Sachunterricht Schulsteckbriefe erstellen. Häufig gebe es Absprachen und Terminvereinbarungen in „Schulverbünden“ – also gewachsene Strukturen etwa in einem Stadtteil – und mit „Hauptabnehmerschulen“, die von den Eltern traditionell gewählt würden.

Tradition spielt nach Hajdus Einschätzung eine nicht unwichtige Rolle bei der Schulwahl. „Es gibt Schulen, da ist schon die ganze Familie hingegangen. Dann ist die Entscheidung klar.“ Weitere Kriterien seien der Schulweg und das Profil der künftigen Schule – Sprachenfolge, Schwerpunkte wie Musik, Naturwissenschaften, Sprachen oder Musik sowie Ganztagsangebote. „Und natürlich spielt auch der Freundeskreis eine Rolle“, sagt Susanne Hajdu. Bis zum Mai steht fest, welche weiterführende Schule mit wie vielen Fünftklässlern rechnen darf. Das Hessische Schulgesetz regelt unter anderem, dass bei der sogenannten Schülerlenkung möglichst dem Erstwunsch der Eltern zu entsprechen ist. Diese können in ihrem Antrag zwei weiterführende Schulen nennen, geordnet nach Erst- und Zweitwahl. Die Eltern haben allerdings prinzipiell nur Anspruch auf die von ihnen gewählte Schulform, nicht auf eine bestimmte Schule.

Hajdu weist darauf hin, dass die Empfehlung des Klassenlehrers für eine bestimmte Schulform rechtlich nicht bindend ist. Die hessischen Eltern haben Wahlfreiheit. Entscheiden sie sich aber gegen den Rat der Pädagogen für einen höheren Bildungsgang, kann die Schule bei nicht ausreichenden Leistungen des Kindes bereits im ersten Halbjahr der fünften Klasse eine „Querversetzung“ veranlassen. (how.)

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