Darmstadt

Expertise im Abgasskandal

HDA-Professor Martin Führ im Untersuchungsausschuss.

Bei der Aufklärung des von VW losgetretenen Abgasskandals wird auf Know-how aus Darmstadt zurückgegriffen: Martin Führ, Umweltrechtsexperte und Professor am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und Soziale Arbeit der Hochschule Darmstadt (HDA), ist jetzt vom Bundestag zum Sachverständigen bestellt worden.

In seinem Gutachten für den Untersuchungsausschuss beschäftigt sich Führ mit der Frage, unter welchen Voraussetzungen die Hersteller die Abgasreinigung in Kraftfahrzeugen ausnahmsweise außer Kraft setzen dürfen und wann dies nicht mit gesetzlichen Bestimmungen des EU-Rechts vereinbar ist. Der 1958 geborene Jurist ist Herausgeber eines Kommentars zum Bundes-Immissionsschutzgesetz und war von 2008 bis 2015 Mitglied im Verwaltungsrat der Europäischen Chemikalienagentur, die EU-weit für den Vollzug des Chemikalienrechts zuständig ist.

Der Untersuchungsausschuss soll unter anderem aufklären, warum die realen Kraftstoffverbräuche und Abgasemissionen von den Angaben der Autobauer bei der Typenzulassung abweichen und inwieweit mögliche verbotene Einrichtungen Einfluss auf die Emissionen haben. Neben Martin Führ wurden drei weitere Sachverständige für den Untersuchungsausschuss bestimmt. (ers)

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