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Vier Gewinner, kein Verlierer

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Grund zur Freude haben Schüler und Lehrer der Leuschner-Schule.
Grund zur Freude haben Schüler und Lehrer der Leuschner-Schule. © André Hirtz

Die Wilhelm-Leuschner-Schule überzeugt beim Wettbewerb der Universität Cambridge. Hierbei handelt es sich um einen Sprachwettbewerb.

Bei „The Big Challenge“ gibt es keine Verlierer. Jeder der 250 Realschüler, die ihre Schule – die Darmstädter Wilhelm-Leuschner-Schule – bei dem europaweiten Sprachwettbewerb vertreten haben, bekam anschließend eine Urkunde sowie ein kleines Geschenk überreicht.

Auch vier Medaillen gab es am Mittwoch im Musiksaal zu verteilen. Über die Auszeichnung freuten sich der Fünftklässler Yavuz Sengül, Sechstklässler Sadeq Mahamed und Siebtklässlerin Laura Anne Rindfuss. Sie waren die jeweils Besten ihres Jahrgangs. Georg Refenius bekam zusätzlich einen Pokal – den Super Länder Pokal – überreicht. Der Neuntklässler hat beim jährlich von der University of Cambridge veranstalten Wettbewerb nicht nur schulintern mit 292 Punkte den ersten Platz belegt. Hessenweit hat er in seiner Jahrgangsstufe Platz sechs erreicht.

Dafür gab es neben Urkunde und Pokal von Susanne Erker, Leiterin des Fachbereichs Englisch, ein T-Shirt mit der Aufschrift „Keep calm and speak english“ (zu deutsch: Bleib ruhig und sprich Englisch) und, „passend zum Besuch der Queen“ – wie Erker spaßeshalber anmerkte – eine Tee-Tasse.

Die Organisation des Wettbewerbs, bei dem die teilnehmenden Schüler 45 Minuten Zeit hatten, um einen Multiple-Choice-Fragebogen mit 54 Fragen zu beantworten, lag in der Haupt- und Realschule in der Hand von Englischlehrerin Ella Schestakov. „Es war ein kleines, gewagtes Experiment, und ich freue mich, dass die Schüler so motiviert waren“, sagte die Pädagogin. Dem Lob konnte sich Fachbereichsleiterin Susanne Erker nur anschließen: „Ich finde es bemerkenswert, dass von den 18 besten hessischen Schülern immerhin vier aus unserer Schule kommen.“

Stolz auf die Urkunde

Damit war die Premiere der Leuschner-Schule im Wettbewerb ein voller Erfolg. Schestakov hofft deshalb, auch im kommenden Jahr wieder mit ihren Schützlingen an „The Big Challenge“ teilnehmen zu können. Die „Challenge“ stellte die Fünft- bis Neuntklässler allerdings nicht vor unüberwindbare Hürden. Die Fragen zu Wortschatz, Grammatik, Phonetik und Landeskunde konnten die Jugendlichen „ganz locker beantworten“, wie Laura Anne Rindfuss erzählte.

„Unsere Lehrerin hat den Test gar nicht groß angekündigt. Wir konnten noch kurz einen Blick in die Vokabeln werfen und dann ging es los.“ Aufgeregter als vor einer Klassenarbeit sei sie aber dennoch nicht gewesen. Umso aufregender wurde es für Yavuz Sengül dann nach dem Test. „Meine Mitschüler waren schon stolz auf mich und auch aus andern Klassen haben mich ganz viele angesprochen auf das gute Ergebnis“, sagte der Fünftklässler.

Schulleiter Volker Käpernick betont noch mal, dass die Schüler wirklich stolz auf ihr Abschneiden sein könnten. Er rät ihnen, das Zertifikat gut aufzuheben. Die Urkunde eines von der University of Cambridge veranstalteten Wettbewerbs komme bei künftigen Bewerbungen sicher gut an. Diesen Rat nahm sich vor allem Sadeq Mahamed zu Herzen: „Ich werde die Urkunde irgendwo aufbewahren, wo sie auf keinen Fall verknickt werden kann“, verkündete er.

Und auch Georg Refenius wird gut auf seine Urkunde achten. Schließlich ist für den Neuntklässler die Zeit nicht mehr allzu fern, in der er über Bewerbungen nachdenken muss. Auch wenn er sich eher in einem Beruf sieht, der mit seinem Lieblingsfach Chemie zu tun hat. Aber er weiß natürlich: „Auch da können gute Englischkenntnisse ein großer Vorteil sein.“ (ers)

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