Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Darmstadt-Dieburg

Zu viel Krach fürs Hundeohr

Für Haustiere ist die Silvesternacht eine Qual. Herrchen und Frauchen sollten sich am besten ganz normal verhalten - eigene Unruhe sowie ein hohes Maß an Fürsorge steigern nur die Aufregung des Tieres.

Dass Gerlinde Schmiermund nach einem mehrmonatigen Krankenhausaufenthalt nun direkt nach Weihnachten ihre Katze Sisi aus der Babenhäuser Pension holen konnte, sei nachträglich das schönste Geschenk für alle Beteiligten, findet Tierheimleiterin Aurelia Ottenberg.

Damit auch in anderen Fällen zusammenkommt, was zusammenpasst, legt sie bei der Vermittlung entlaufener, ausgesetzter oder abgegebener Hunde, Katzen, Nager oder Vögel Wert darauf, dass die Tiere und ihre möglichen künftigen Besitzer einander im Vorfeld kennenlernen. "Man muss sich mit dem Charakter des Tieres vertraut machen." Diese wichtige Phase falle weg, wenn ein Tier auf dem Gabentisch lande, sagt sie mit Blick aufs Weihnachtsfest.

Eine eindringliche Bitte richtet die Fachfrau jetzt an alle Böllerfreunde: Silvesterkracher nur zu Beginn der Neujahrsnacht zu zünden. Herrchen und Frauchen sollten sich am besten ganz normal verhalten - eigene Unruhe sowie ein hohes Maß an Fürsorge steigerten nur die Aufregung des Tieres.

Hunde und auch Freigängerkatzen gehörten zu dieser Zeit zudem nicht auf die Straße. Wenn, dann sollten Hunde unbedingt an der Leine geführt werden. Besser aber sei es, zu Hause zu bleiben, rechtzeitig die Rollläden herunter und das Tier sich verkriechen zu lassen.

Homöopathie zur Beruhigung

Der Hund von Aurelia Ottenberg ist, wie sie sagt, schon bei nahenden Gewittern verstört. Nicht zuletzt deshalb weiß sie, welche Belastung Silvester für manche Tiere darstellt. Auch sie warnt davor, die Tiere an diesem Abend von der Leine zu lassen. Beliebte Auslaufstrecken, wie der Bahndamm nahe des Babenhäuser Tierheims, können dann zur Gefahr werden: "Voriges Jahr sind hier mehrere Hunde überfahren worden, als sie in Panik und orientierungslos wegrannten."

Ottenberg und ihre Kollegin vom Pfungstädter Tierheim, Kirsten Wagner, schwören zur Beruhigung besonders gestresster Vierbeiner auf Homöopathie - Bachblüten oder Globuli.

Die Pfungstädter Tierärztin Sabine Förster-Merschroth, an die sich das dortige Tierheim bei Problemen zuerst wendet, bestätigt, dass der Lärm und die Blitze eine Qual für viele Tiere seien. Auch sie bevorzugt Naturheilstoffe. In Ausnahmefällen könne ein Schlafmittel gegeben werden. (ers)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare