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Verwirrung am Römerkreisel

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In der Waldstraße ist es nicht einfach, den Überblick zu behalten.
In der Waldstraße ist es nicht einfach, den Überblick zu behalten. © Alexander Heimann

Einbahnstraße auf der Umleitungsstrecke sorgt für kleinere Probleme

Unterwegs am Römerkreisel in Groß-Gerau, Fahrtrichtung Autobahn. Der Vordermann – auswärtiges Autokennzeichen – zögert, bremst. Und wendet, wo an diesem Tag Absperrungen und eine durchgezogene Linie dies eigentlich untersagen, kurz entschlossen, um wieder Richtung Groß-Gerau zu fahren. Ein Gestrandeter, der offenbar aus Richtung Autobahn 67 kommend in den Nordring, Richtung Feuerwehrstützpunkt, hatte einbiegen wollen, dies aber wegen der aktuellen Baustelle am Kreisel nicht konnte.

Solche Szenen gab es in den vergangenen Tagen, seit die Kreiselzu- und -abfahrten vom und zum Nordring gesperrt sind, immer wieder. Und nicht nur dort. Eine Groß-Gerauerin, die nahe dem Nordring wohnt, hat anfangs herumirrende Autofahrer beobachtet, die den Nordring aus Richtung Nauheim kommend nutzten, um zur A 67 oder Richtung Mörfelden zu fahren. Und dann landeten sie in der Sackgasse vor dem ADAC, schreibt sie, wo die Baustelle beginnt, wendeten, durften aber nicht nach rechts in die Waldstraße abbiegen, weil die derzeit Einbahnstraße ist.

Manche hätten ihr Glück über die andere Seite der Waldstraße, Nordendstraße und Annastraße versucht, an deren Ende sie vor der Fußgängerunterführung landeten – und immer noch nicht auf kurzem Weg in die Stadtmitte und von dort auf ihren eigentlichen Kurs kamen. Nein, die Verkehrsteilnehmer müssen zurück auf den Nordring und dann via Südring Richtung A 67, Anschlussstelle Büttelborn.

Entgegen der Einbahnstraße

Die B 44 ist an dieser Stelle zu den Hauptverkehrszeiten entsprechend stark belastet. Dazu sagte Bürgermeister Stefan Sauer (CDU) im Stadtparlament, die Staus dort seien auch durch die neue Linksabbiegerphase an der Ampel bei Büttelborn mit verursacht. Man sei mit Hessen Mobil im Gespräch, denn eigentlich sollte der Verkehr auf der B 44 durch aufeinander abgestimmte Ampelphasen möglichst flüssig rollen, damit weniger Ausweichverkehr durch Berkach fließt.

Solcher Art sind derzeit die Probleme, die der Ausbau des Römerkreisels mit sich bringt. Die meisten Menschen haben wohl Verständnis. Manch ein Bürger hat sich telefonisch oder per Mail an die Stadt gewandt, sagt Stadtsprecherin Cornelia Benz. Doch insgesamt seien die Reaktionen überschaubar. Alle Fragen und Anregungen würden kurzfristig beantwortet. Die Baustellenbeschilderung werde ständig überprüft und nachgebessert.

Es sei festzustellen, dass in den ersten zwei, drei Tagen nach einer Veränderung in der Verkehrsführung ein wenig Durcheinander entstehe. Bis alle die neuen Wege und die Hindernisse kennen. Dann fließt es wieder halbwegs geordnet. „Es geht erstaunlich gut“ mit dem Römerkreisel, bilanziert Benz. Bürgermeister Sauer hatte im Parlament allerdings auch Grund zur Kritik. In seinem Magistratsbericht erklärte er im Zusammenhang mit der Kreiselbaustelle und der Waldstraße: „Die Unvernunft mancher Verkehrsteilnehmer lässt sich nicht mehr toppen.“ Er sei entsetzt, wie viele Autofahrer entgegen der Einbahnstraße dort entlang führen. Als dies bekannt wurde, postierte die Stadt vom 8. bis 12. Juni einen Blitzer an der Strecke – und registrierte rund 50 Verkehrsteilnehmer, die sich vorschriftswidrig verhielten. Die Stadt werde streng bleiben und weiter kontrollieren, kündigte der Bürgermeister an. (amt)

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