Darmstadt

Versorgung sichern

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Das Regierungspräsidium prüft die Genehmigung für ein Reservekraftwerk.

Das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt hat das Genehmigungsverfahren für ein Reservekraftwerk im Industriepark Griesheim begonnen. 2014 hatte die Schweizer Firma PQ Energy den Bau des rund 250 Millionen Euro teuren Kraftwerks auf zwei Hektar im nordwestlichen Teil des Areals angekündigt. Die Anlage umfasst eine Gasturbine, die mit Erdgas oder Heizöl als Brennstoff betrieben werden soll. Das Kraftwerk soll nur laufen, wenn die Stabilität der Stromversorgung nicht gewährleistet ist.

Die Schweizer waren seinerzeit der Ansicht, dass es in Süddeutschland ab 2019 zu Engpässen kommen könnte, wenn Atomkraftwerke vom Netz gehen. Im Gesprächskreis der Nachbarn des Griesheimer Industrieparks hat PQ Energy das Projekt 2015 vorgestellt. In der Aufregung um das neue Braunkohlekraftwerk, das die Firma Weylchem in der gleichen Sitzung präsentiert hat, ist das Vorhaben aber etwas untergegangen. 2018 sollte das Kraftwerk ursprünglich in Betrieb gehen.

Die Unterlagen für das jetzt anlaufende Genehmigungsverfahren werden vom 14. Januar bis zum 13. Februar beim Regierungspräsidium Darmstadt, Abteilung Arbeitsschutz und Umwelt Frankfurt, Gutleutstraße 114, ausgelegt werden. Bis zum 13. März können Einwendungen erhoben werden, die am 5. April in der Frankfurter Dependance des RPs erörtert werden sollen.

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