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Für die vergessenen Kinder

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Drogenhilfe und Diakonie laden zu einer Aktionswoche ein.

Etwa jedes sechste Kind kommt aus einer Familie, in der Suchtkranke leben. Die Mitarbeiter des „Scentral“, der Drogenhilfe Darmstadt und der Diakonie beteiligen sich an einer Aktionswoche, um auf diese Kinder aufmerksam zu machen.

Für Kinder von Drogenkranken gibt es erst seit einigen Jahren Hilfsangebote. Sie werden auch die „vergessenen Kinder“ genannt. Dabei ist es ganz wichtig, dass diese Kinder gestärkt werden und Zuwendung bekommen. Das Diakonische Werk Darmstadt-Dieburg und die Drogenhilfe „Scentral“ haben ihr Konzept seit einigen Jahren deshalb familienorientiert erweitert. In dieser Woche beteiligen sie sich bereits zum dritten Mal an der Aktionswoche der Nacoa, einer bundesweiten Interessenvertretung für Kinder aus Suchtfamilien.

Familien mit Suchtkranken

In Darmstadt werden im „Fit Kids“-Projekts und der „Streetwork-aufsuchenden Jugendarbeit“ etwa 50 Kinder aus Suchtfamilien betreut. Oft sind die süchtigen Elternteile mit sich selbst und ihrer Abhängigkeit beschäftigt. „Fit Kids“ bietet deshalb Angebote für die ganze Familie und organisiert unter anderem auch Ausflüge und Kinobesuche.

Kinder von Suchtkranken sind oft Risikokandidaten, selbst eine Sucht oder eine psychische oder soziale Störung zu entwickeln, sagt Kathrin Uhrig von der Drogenhilfe. „All diese Kinder sind aber auch extrem widerstandsfähig, sie haben vielfältige Begabungen und Kompetenzen. Mit der richtigen Art von Unterstützung können sie sich zu gesunden, lebenstüchtigen Erwachsenen entwickeln.“ (hin)

Infos gibt es unter der Telefonnummer 06151 / 3605 342.

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