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Verdi sieht Telekom-Standort in Darmstadt bedroht

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Von: Jonas Nonnenmann

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Die Deutsche Telekom versucht laut Verdi, in Darmstadt systematisch Büroflächen zu reduzieren. Die Gewerkschaft sieht dadurch die Zukunft des Telekom-Campus gefährdet.

Die Deutsche Telekom versucht laut Verdi Hessen, systematisch Büroflächen zu reduzieren und die Beschäftigten „an weniger Standorten oder von zu Hause beziehungsweise mobil arbeiten zu lassen“. Aktuell teilen sich laut Verdi 5500 Beschäftigte in Darmstadt 4000 Arbeitsplätze; demnächst sollen diese geteilten Plätze laut der Mitteilung auf 2000 reduziert werden.

Auf absehbare Zeit, so Verdi, sei der Standort Telekom-Campus Darmstadt insgesamt bedroht. Dagegen rege sich bei den Beschäftigten Widerstand. Die Verdi-Betriebsgruppe Telekom Südhessen habe entschieden, sich an die Öffentlichkeit zu wenden. Für die Reduzierung der Büroflächen beziehe sich die Telekom auf eine Anlage zum Tarifvertrag aus dem Jahr 2016 namens „Mobile Working“, so Verdi. Die Anlage sei aber nur für mobile Arbeit an einzelnen Tagen gedacht gewesen, so Gewerkschaftssekretärin Sandra Hofmann.

In Homeoffice gezwungen?

Der Schwerpunkt der Arbeit, so Hofmann, liege nach diesem Tarifvertrag im Büro. „Das ignoriert die Telekom vollständig, wenn sie immer weiter Büroimmobilien abstößt und damit einem großen Teil der Beschäftigten gar keine andere Wahl lässt, als so oft wie möglich von zu Hause zu arbeiten.“ Damit nicht genug: Im Homeoffice müssten die Beschäftigten die Kosten und auch die Verantwortung für den Arbeits-und Datenschutz selbst tragen.

„Der Telekomkonzern muss diesen Tarifvertrag einhalten und dafür sorgen, dass mobiles Arbeiten keine Angelegenheit auf Dauer wird“, fordert Hofmann.

Die verbliebenen Büro Arbeitsplätze würden „systematisch unattraktiv gemacht“. Laut Hoffmann gibt es Hinweise darauf, dass Beschäftigte künftig möglicherweise nach Frankfurt pendeln müssen, wo das Unternehmen über Bestandsimmobilien verfügt. jon

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