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Veränderte Situation der Familien im Blick

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Drei Einrichtungen geben einen Wegweiser zum Thema Erziehung und einen umfangreichen Überblick über die Angebote und Anlaufstellen in Griesheim heraus.

Um als Kinder- und Familienzentrum Angebote rund um Erziehung und Bildung entwickeln zu können, wird die Griesheimer Kindertagesstätte Tannenweg vom Landkreis Darmstadt-Dieburg über fünf Jahre mit jährlich 5000 Euro gefördert. Mit diesen Geldern wurde unter anderem auch die Vernetzung mit Einrichtungen vor Ort vorangetrieben und ein Trägerverbund gebildet.

„Unser Ziel ist es, kinder- und familienorientierte Leistungen zusammenzuführen, qualitativ weiterzuentwickeln, um Kinder und Familien zu stärken und somit zu einer positiven Entwicklung beizutragen“, erklärte Kita-Leiterin Doris Offenbecher. „Die Ansprüche sind gestiegen“, ergänzte Bürgermeisterin Gabriele Winter (SPD). Eine Kinderbetreuung allein reiche nicht aus. Viele Familien benötigen Unterstützung für die Organisation ihres Alltags und die Erziehung, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu gewährleisten.

Überblick über die Angebote

„Wir sitzen alle in einem Boot“, bestätigte Pfarrer Engelbert Müller und lobte die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Griesheim. So habe die katholische Kirche als Träger des Familienzentrums St. Marien festgestellt, dass die Bündelung von Ressourcen, ein gut funktionierendes Netzwerk und „kurze Dienstwege“ die Arbeit erleichtern.

Der vom Trägerverbund nun erstellte „Wegweiser für Kinder und Familien“ habe die veränderte Situation der Familien im Blick und gebe einen umfangreichen Überblick über die Angebote und Anlaufstellen in Griesheim. Die Lose-Blatt-Sammlung informiert über die Bildungs- und Betreuungseinrichtungen, Angebote für Eltern und Familien, Freizeit und Kultur, Gesundheit und Beratung und wird in allen Kindertagesstätten, im Rathaus und bei Kinderärzten ausgelegt.

„Wir haben erkannt, dass viele Eltern nicht mehr in die Einrichtung kommen. Deshalb schlagen wir den umgekehrten Weg ein und gehen auf die Menschen zu“, verdeutlicht Engelbert Müller. „Wir müssen die Bedürfnisse der Eltern mehr ins Auge fassen und das auch mal zu ungewöhnlichen Zeiten“, ergänzt Doris Offenbecher und nennt die Abkehr von traditionellen Elternabenden als Beispiel. eda

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