Eppertshausen

Unter den zehn Besten

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Die katholische Kita St. Sebastian steht im Finale um den Preis „Kita des Jahres“. Bislang hat sich die Kita gegen 1600 andere Bewerber durchgesetzt. Die Leiterin sieht ihr Team gut aufgestellt.

Das neue Jahr hat für Gerlinde Ries-Schemainda und ihr Team gut angefangen: Die katholische Kita St. Sebastian aus Eppertshausen hat sich deutschlandweit gegen rund 1600 andere Bewerber durchgesetzt und ist eine von zehn Finalisten im Rennen um den Preis „Kita des Jahres“. Hinter der Leiterin und den knapp 40 Mitarbeitern der Kita liegt ein hartes Stück Arbeit: Sie mussten mehrseitige Konzepte niederschreiben, Projekte skizzieren und Arbeitsweisen dokumentieren.

Auch ein Foto, das den Alltag der Kitakinder besonders gut beschreibt, musste der Jury vorgelegt werden. „Wir haben eines ausgewählt, auf dem zwei Kinder draußen mit Regenkleidung und Regenschirmen eine Pfütze beobachten: die Kreise, die reinfallende Tropfen verursachen, schwimmende Blätter, die Spiegelungen“, sagt die Kitaleiterin. „Ein typisches Bild, das darstellt, wie wir als Kita mit Lernprozessen umgehen.“

Das pädagogische Konzept der Kita legt unter anderem großen Wert auf die Kinderrechte. „Bei uns planen die Kinder zum Beispiel den Tagesablauf weitestgehend selbstbestimmt“, sagt Ries-Schemainda, die die Kita mit momentan 124 Kindern seit fast 41 Jahren leitet. Über allem steht, dass das Kind mit all seinen individuellen Bedürfnissen und denen der Familie im Mittelpunkt steht. „Daher ist auch die Zusammenarbeit mit den Eltern wegweisend“, sagt Ries-Schemainda.

Nun steht der Kita Anfang Februar ein Besuch an: Mitarbeiter der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und der Internationalen Akademie Berlin besichtigen alle zehn Finalisten. Auf dem Programm stehen dann Gruppendiskussionen mit den Erzieherinnen, Interviews mit der Kita-Leitung sowie Elterngespräche. „In all dem sind wir geübt, glaube ich“, sagt die Leiterin, „wir haben durch unser Konzept sehr viele Hospitanten und werden nicht das erste Mal extern evaluiert.“

Eigentlich sei das Ziel schon lange erfüllt: „Wir wollten unter die besten 25 kommen“, sagt Ries-Schemainda. Nun, unter den zehn Besten angekommen, lockt aber als Gewinner ein Preisgeld von 25 000 Euro.

Das Familienzentrum Ludwig-Uhland-Straße in Maintal (Main-Kinzig-Kreis) ist im vergangenen Jahr zur „Kita des Jahres“ in Deutschland gekürt worden und hat die 25 000 Euro gewonnen. Das Projekt der Kita für Flüchtlingskinder hat die Juroren damals besonders beeindruckt.

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