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Unter Wasser ganz leicht

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Es liegt auf Carinas Hand: Sport-Sterne in Bronze und Silber haben die „Wasserflöhe“ schon.
Es liegt auf Carinas Hand: Sport-Sterne in Bronze und Silber haben die „Wasserflöhe“ schon. © Bertges

Eine inklusive Tauchgruppe der „Wasserflöhe“ steht im Finale für „Sterne des Sports“.

Von Boris Halva

Zwei Meter unter der Wasseroberfläche sind alle Menschen gleich – jedenfalls bei den „Wasserflöhen“. Denn in den Tauchkursen des Darmstädter Vereins können auch Jugendliche und junge Erwachsene abtauchen, die geistig oder körperlich behindert sind.

Mit diesem Angebot hat sich der Verein für das Finale der „Sterne des Sports“ empfohlen, das der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) am 23. Januar in Berlin ausrichtet. Der Preis wird von Bundespräsident Joachim Gauck überreicht.

Diese Aussicht freut Marko Bertges, der seit 2003 die Tauchgruppen unterrichtet. Viel wichtiger ist dem 46-Jährigen aber, dass die Mädchen und Jungen über das Tauchen ihr Selbstbewusstsein stärken: „Wenn sie sehen, dass manche Kinder ohne Behinderung sich erstmal nicht trauen, den Kopf unter Wasser zu halten, während sie sich schon zwei Meter unter Wasser sicher bewegen und eine Handvoll Tauchzeichen können, das tut ihnen gut.“

Andere genießen das Körpergefühl unter Wasser, sagt Bertges, wie etwa der junge Mann im Rollstuhl, der mit Gewichten an den Füßen und Flossen an den Händen ganz entspannt durchs warme Wasser im Becken des Darmstädter Nordbads schwebt.

Rund 15 behinderte Teilnehmer kommen in losen Abständen zu den Tauchgängen und werden entweder einzeln oder in kleinen Gruppen von ehrenamtlichen Tauchbegleitern betreut.

Obwohl personell ganz gut ausgestattet, suchen auch die Wasserflöhe „Taucher, die sich ehrenamtlich engagieren möchten – oder Spender, die uns finanziell unterstützen“, sagt Bertges.

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