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„Unsere Flächen bleiben nass“

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Viel Niederschlag in den vergangenen Wochen hat die Äcker im Gerauer Land geflutet und zu Ernteausfällen geführt.
Viel Niederschlag in den vergangenen Wochen hat die Äcker im Gerauer Land geflutet und zu Ernteausfällen geführt. © Alexander Heimann

Der Umweltausschuss beschäftigt sich mit den Problemen durch den vielen Regen. Die derzeitige Situation könne sich sogar noch verschärfen. Schließlich sei der Bodensee voll mit Wasser.

Die großen Regenmengen, die in den vergangenen Wochen auch im Kreis Groß-Gerau fielen, sorgen bei vielen Menschen nicht nur für schlechte Laune. Landwirtschaft wie Hausbesitzer stehen zunehmend vor echten Problemen. Oder, wie es Bürgermeister Stefan Sauer (CDU) in der jüngsten Sitzung des Planungs-, Umwelt- und Stadtentwicklungsausschusses ausdrückte: „Wir haben aktuell eine Vernässungsthematik.“

Thema sei dies bereits in der konstituierenden Sitzung des Wasserverbands Schwarzbachgebiet-Ried gewesen. „Sie sollten nicht die Sorge haben, dass das niemand mitbekommt.“ Äcker würden unter Wasser stehen, Bäche seien voll und das Grundwasser steige – eine ähnliche Situation wie in den Jahren 2000 und 2002. Sauer warnte davor, dass sich die Situation sogar noch verschärfen könne. Schließlich sei der Bodensee voll mit Wasser, auch der Schwarzwald „drückt in den Rhein“ und der müsse am Ende all das Wasser aufnehmen. „Unsere Flächen bleiben nass.“

„Wenn dann selbst der Sommer nicht trocken sein sollte, gehen wir mit Feuchtigkeit in den Herbst und bekommen noch mehr Wasser.“ Auch wenn eine gewisse Machtlosigkeit gegenüber dieser Situation zu spüren war, so betonte Sauer dennoch, dass sich alle Vertreter im Wasserverband zumindest auf eine bessere Informationspolitik gegenüber den Bürgern verständigt hätten – ausgehend sowohl von den angeschlossenen Kommunen als auch dem Verband selbst.

Wasserverband informiert über Konsequenzen

Im Spätherbst soll es eine Infoveranstaltung geben, „wo auch einmal dargestellt wird, warum manches nicht funktioniert“.

Denn nicht nur die Landwirtschaft leide gerade, auch feuchte Keller seien wieder ein Thema. „Ganze Straßen werden feucht werden. Wir wollen mit einem offenen Dialog verdeutlichen, wo wir an unsere Grenzen stoßen.“ Sauer erhofft sich, ähnlich wie bei den Vorbereitungen für Hessens erstes Tiefengeothermiekraftwerk bei Trebur, mit einer guten Informationspolitik breites Verständnis aufzubauen. „Man wusste am Ende zumindest, worüber man spricht.“

Stefan Sauer gab aber auch zu: „Wir können das Wasser nicht wegsaugen. Die Böden sind derart durchnässt, da ist auch keine Aufnahme von Wasser mehr zu erwarten.“ (eda)

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