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Was sich aus Unorten machen ließe, zeigen die Studierenden bei einer Ausstellung,

Darmstadt

Unorte mit Potenzial

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Angehende Architekten zeigen in einer Ausstellung, wie die Stadt schöner werden könnte. Dafür sind sie ausgeschwärmt und haben sogenannte Unorte gesucht.

Darmstadt ist nicht überall schön. Für Architektur-Studierende der Hochschule Darmstadt ist zum Beispiel die Luisenstraße, eingepfercht von Luisencenter und weiteren Mehrstöckern, ein "Unort". Auch im Bereich Stadtkirche oder Herrngarten haben sie Verschönerungspotenzial entdeckt. Was sich aus solchen Unorten machen ließe, zeigen sie bei einer Ausstellung. Dafür sind 27 Studierende aus dem Masterstudiengang Innenarchitektur ausgeschwärmt, um solche Orte zu entdecken.

Das Ergebnis: Allen Unorten ist gemein, dass sie diese Schmach eigentlich gar nicht verdient haben, sind es doch zentral gelegene Orte, die anders genutzt und aufgewertet attraktive Bereiche sein könnten.

Für Julia Haag und Milena Sarovic ist der Eingang zum Herrngarten in der Schleiermacherstaße ein Beispiel dafür. Dieser Unort befindet sich zwischen dem Neubau des Landesmuseums und den anschließenden Wohngebäuden und wird teilweise als Parkplatz genutzt.

"Dabei könnte dies ein direkter Zugang vom Luisenplatz aus in den Herrngarten sein", sagt Sarovic. Die Studentinnen stellen sich eine leicht abfallende und begrünte Fläche mit Spiel-, Sitz- und Grillgelegenheiten vor. Clou dieser Stadtoase aber ist eine Wasserfläche in der Mitte der Mulde, über der eine Bühne befestigt ist, auf der Kulturveranstaltungen stattfinden könnten. Das Publikum nimmt im Entwurf der Studentinnen auf Sitzen im Stil eines Amphitheaters Platz, die sich in die Mulde schmiegen.

Noch viele weitere Unorte haben die Studierenden entdeckt. Etwa eine Unterführung an der Stadtkirche oder ein verrottendes Wasserbecken in der Rheinstraße, das von Anwohnern und Interessierten kreativ umgenutzt werden könnte. laf

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