Einzelhandel

Darmstadt: Unmut gegen Aldi-Bauvorhaben

Der Discounter plant eine Filiale mit 15 Wohnungen im Darmstädter Stadtteil Arheilgen. Bürger empfinden den geplanten Gebäudekomplex als zu wuchtig.

Im Darmstädter Stadtteil Arheilgen regt sich zunehmend Protest gegen die geplante Ansiedlung einer weiteren Aldi-Filiale. Der Discounter will im nächsten Jahr auf einem rund 3600 Quadratmeter großen Grundstück zwischen der Frankfurter Landstraße und der Darmstädter Straße einen Markt mit einer rund 1100 Quadratmeter großen Verkaufsfläche errichten. Zudem ist vorgesehen, über der Filiale, die an der Frankfurter Landstraße entstehen soll, elf Wohnungen in zwei weiteren Geschossen zu schaffen. An der Darmstädter Straße soll zudem ein weiteres Gebäude mit vier Wohnungen errichtet werden.

Die Pläne für das in Arheilgen umstrittene Bauprojekt wurden am Freitagnachmittag während einer Sitzung des Gestaltungsbeirats im „Goldenen Löwen“ von Vertretern des Architekturbüros Plan B aus Mainz-Kastel und dem Planungsbüro für Städtebau aus Groß-Zimmern vorgestellt.

Ingenieur Uwe Hoffmann und Architekt Pitt Becker erläuterten, um das Bauvorhaben realisieren zu können, müssten ein verwahrloster und inzwischen gesperrter Spielplatz, ein geschotterter Autoabstellplatz sowie ein bislang von einem Getränkehändler genutztes Anwesen weichen. Geplant sei, auf einer Wohnfläche von knapp 1000 Quadratmetern die 15 Wohnungen zu schaffen. Acht Wohnungen sollen geförderte Wohnungen werden. Vorgesehen sei auch, die 49 Stellplätze in einer Tiefgarage anzusiedeln. Zudem soll an der Darmstädter Straße auf dem Privatgrundstück ein öffentlich zugänglicher Spielplatz entstehen.

Mehrere Bürger äußerten, sie hielten neben dem bereits vorhandenen Aldi im Westen Arheilgens keine weitere Filiale für erforderlich. Auch die Größe des geplanten Gebäudes empfanden etliche Bürger als zu wuchtig. Die Rede war mehrfach von einem „Bauklotz“.

Der Gestaltungsbeirat beriet in nichtöffentlicher Sitzung über das Projekt. Christa Reicher, die Vorsitzende des Gremiums, will am Montag über die Beratungen berichten.

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