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Unmut der Eltern befürchtet

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Von einem Kraftakt ist im Landratsamt die Rede. Mit dem neuen Wachstumsbeschleunigungsgesetz des Bundes erhöht sich unter anderem der Kindesunterhalt, was für die Mitarbeiter des Kreisjugendamts erhebliche Mehrarbeit bedeutet.

Von einem Kraftakt ist im Landratsamt die Rede. Mit dem neuen Wachstumsbeschleunigungsgesetz des Bundes erhöhe sich unter anderem der Kindesunterhalt, was für die Mitarbeiter des Kreisjugendamts zum Jahresbeginn erhebliche Mehrarbeit bedeute. In den nächsten Tagen müssten mehr als 2000 Briefe verschickt werden. Das teilte die zuständige Dezernentin, die Erste Kreisbeigeordnete Rosemarie Lück (SPD), gestern an ihrem ersten Arbeitstag im neuen Amt mit.

Den unterhaltspflichtigen Elternteilen (in der Regel den Vätern) wird die Höhe des neuen Unterhalts mitgeteilt. Sie werden gleichzeitig aufgefordert, die neuen Beträge anzuweisen. Angesichts der Steigerungen erwartet Sozialamtsleiter Otto Weber, dass diese Umstellung nicht problemlos verläuft. "Die Einkommenssituation der Betroffenen hat sich in den letzten Jahren kaum verbessert, so dass wir, auch wenn wir nur Bundesgesetz umsetzen, massive Beschwerden und Unmutsäußerungen Betroffener erwarten", prophezeit er.

Auch die Erwartungen der Elternteile, bei denen die Kinder leben, nach mehr Unterhalt seien daher nicht in allen Fällen zu erfüllen. Der tatsächliche Unterhaltsanspruch werde sich häufig nicht oder nicht in voller Höhe durchsetzen lassen, sagte Weber. In solchen Fällen können Leistungen nach dem Unterhaltsvorschussgesetz in bestimmten Fällen eine Mindestversorgung sicher stellen. Auch diese Leistungen haben sich mit Jahresbeginn leicht erhöht.

Die Gesetzesänderung werde sich auf den Haushalt des Kreises auswirken, kündigte Lück an. Die Erhöhung der Unterhaltsvorschussleistungen werde im Kreishaushalt voraussichtlich mit zusätzlichen 300 000 Euro zu Buche schlagen. (tim)

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