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Der Architekt Stefan Marte präsentiert den Siegerentwürf.

Besucherzentrum

Neues Entree zur Mathildenhöhe

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Der Architektenentwurf für das neue Besucherzentrum in Darmstadt wird präsentiert. Das Gebäude ist wichtig bei der Bewerbung als Welterbe.

Der Architektenwettbewerb für das neue Besucherzentrum, das am Osthang der Mathildenhöhe in Darmstadt entstehen soll, sowie die städtebauliche Entwicklung des Areals sind entschieden. Wie die Stadt am Montag mitteilte, hat ein Planungsteam aus dem österreichischen Architektenbüro Marte.Marte und WES-Landschaftsarchitektur aus Hamburg den ersten Platz gewonnen. Die Entwürfe seien „eine hervorragende Grundlage für die Realisierung dieses für die Stadt und für die Zukunft der nominierten Welterbestätte wichtigen Infrastrukturprojekts“, sagte Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne), der selbst Mitglied der Jury war. Sie bestand aus Vertretern des Bundes, der Stadtpolitik, der Denkmalpflege, der Hochschule Darmstadt, Förderern der Mathildenhöhe und der Stadtverwaltung.

Laut OB sollen die Kosten im „oberen einstelligen Millionenbereich“ liegen und zu großen Teilen durch Fördergelder des Bundes im Rahmen des Förderprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ sowie durch eine großzügige Zuwendung der Familie Merck abgedeckt werden. Die Bauarbeiten sollen 2020 beginnen, so dass der Neubau auf dem Areal östlich des Ausstellungsgebäudes der Mathildenhöhe 2022 eröffnet werden könnte. Im Sommer 2020 entscheidet die Unesco, ob die Mathildenhöhe Welterbe wird. Das Besucherzentrum, das auf einer städtischen Freifläche gebaut werden soll, gilt als zentrales Vorhaben für die Neuausrichtung des kulturellen Entwicklungskonzepts, und es hat laut Kulturreferent Ludger Hünnekens eine wichtige Funktion im Hinblick auf die Unesco-Anforderungen.

„Wir schaffen dort eine Plattform, um die Besucherinnen und Besucher an diesen besonderen Ort heranzuführen und sie mit Informationen sowie weiterem Service zu versorgen“, so Hünnekens. Das Gebäude positioniere sich als eigenständiger Baukörper zwischen Park und Platzraum, heißt es in der Begründung des Preisgerichts zum Siegerentwurf aus Vorarlberg. Es erfülle sehr gut die Aufgabe eines Durchgangsraums für die Vorbereitung auf das Areal der Mathildenhöhe und sei als ein Ort der Informationsvermittlung klar auszumachen.

Zudem sei sein räumliches Angebot vielseitig nutzbar. Nach den Plänen der Architekten soll es sich im Eingangsgeschoss zum Ausstellunggebäude und nach Nordosten zum historischen Ateliergarten öffnen. Im Zuge der Umgestaltung soll der Osthang zu einer „weiteren Hauptseite der Mathildenhöhe“ aufgewertet werden, wie es in einer Magistratsvorlage heißt. Nicht zuletzt deshalb, weil der Zugang vom Ostbahnhof her an Bedeutung gewinnen werde.

Insgesamt hatten 22 Bewerber ihre Ideen eingereicht. Zwei Anerkennungspreise gingen an das Darmstädter Büro Kramm und Strigl mit Rabsilber und Heckmann Landschaftsarchitekten, Wiesbaden, sowie die Berliner Bruno Fioretti Marquez und die Landschaftsarchitekten Loidl.

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