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Umweltzone möglicherweise ab Herbst

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Umweltzone.
Umweltzone. © dpa

Das Stadtparlament Darmstadt stimmte für die Umweltzone - jetzt fehlt noch das grüne Licht aus der Landesregierung in Wiesbaden. Bereits in diesem Jahr könnten Bewohner der Innenstadt aufatmen. Denn die Luftbelastung liegt seit Jahren deutlich über den Grenzwerten.

Bereits ab Herbst könnten in der Darmstädter Innenstadt nur noch schadstoffarme Autos fahren. Die Stadtverordnetenversammlung beschloss am Donnerstag mit großer Mehrheit die Einführung einer Umweltzone.

Die Entscheidung über die Einführung liegt nun beim Land - das noch ein Gutachten über den Nutzen dieser Maßnahme für saubere Luft auswerten muss. «Die Auswertung des Gutachtens ist für Ende diesen Monats vorgesehen», teilte Umweltministeriumssprecher Mischa Brüssel de Laskay mit. Am 20. März werden die Ergebnisse in Darmstadt vorgestellt. Danach könne die Umweltzone bereits in der zweiten Jahreshälfte eingerichtet werden, sagt Brüssel de Laskay.

Über den Grenzwerten

Die Belastung der Darmstädter Luft mit Stickstoffdioxid liegt seit Jahren über den gesetzlichen Grenzwerten, auch der Feinstaub-Wert ist häufig überhöht. Es besteht bereits ein Durchfahrtsverbot für Lastwagen, was weiter gelten soll.

«Die Umweltzone und das Durchfahrtverbot für Lkw sind nur ein Teil eines ganzen Maßnahmen-Bündels, das Darmstadt zu sauberer Luft verhelfen soll», sagt Darmstadts Umweltdezernentin Brigitte Lindscheid (Grüne). Es sei nie das Ziel gewesen, eine der Maßnahmen gegen eine andere auszuspielen. Darmstadts Stadtverordnete hätten nun den Beschluss auf örtlicher Ebene gefasst, jetzt liegt es am Land.

Darmstadts Industrie- und Handelskammer (IHK) bewertet die geplante Einführung einer Umweltzone kritisch. «Ein paar teure Schilder und grüne Aufkleber an Windschutzscheiben lösen keine Probleme», sagte Sprecher Daniel Theobald. Für 81 Prozent der Unternehmen werde der Standort durch die Umweltzone «wesentlich unattraktiver». Hintergrund war eine Umfrage der IHK unter 2800 Unternehmen der Region von 2012.

«Es kann nicht sein, dass ein Unternehmer, der Geschäftsbeziehungen in Darmstadt, Frankfurt, Mannheim und Wiesbaden unterhält, vier Ausnahmegenehmigungen zur Einfahrt in die jeweilige Umweltzone benötigt», so die IHK. Er forderte eine einheitliche Regelung.

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