Gross-Gerau

Umgehung steht auf der Kippe

Der geplante Bau der Umgehungsstraße Dornheim ist im Entwurf des Bundesverkehrswegeplans aus der Kategorie „Vordringlicher Bedarf“ gestrichen worden. Jetzt wird sie in der Rubrik „Weiterer Bedarf“ geführt.

Die Kosten-Nutzen-Bewertung der Ortsumgehung Dornheim hat sich erheblich verschlechtert. Das ist der Grund für die Herabstufung im Entwurf des Bundesverkehrswegeplans.

Wie der Landtagsabgeordnete Gerald Kummer (SPD) erklärte, sei auch die Straßenverkehrsbehörde Hessen-Mobil von der veränderten Bewertung überrascht worden. Sie will nun herausfinden, wie das Bundesverkehrsministerium zu seiner Einschätzung gekommen ist.

Der geplante Bau der Umgehungsstraße war aus der Kategorie „Vordringlicher Bedarf“ gestrichen worden. Jetzt wird sie in der Rubrik „Weiterer Bedarf“ geführt. Kummer bezeichnete das als „dramatische Veränderung“. Bliebe es bei dieser Einstufung, wäre wohl nicht mehr damit zu rechnen, dass die Umgehungsstraße noch gebaut wird.

Der Kosten-Nutzen-Faktor der geplanten Straße wird in dem Entwurf mit 1,7 angesetzt. Er müsse jedoch mindestens mit Drei beziffert werden, damit eine Straße in den „Vordringlichen Bedarf“ aufgenommen werden könne, sagte Kummer. Bisher sei die Straße höher als Sechs bewertet worden. Hessen Mobil wolle nun sachlich und fachlich prüfen, wie es zu dieser Veränderung kommen konnte. Möglicherweise sind der Berechnung falsche Plandaten zugrundegelegt worden.

Auffallend ist, dass die Dauer der noch ausstehenden Planungen mit 96 Monaten angegeben wird – das sind acht Jahre. Dabei ist das Planfeststellungsverfahren für die Straße nahezu abgeschlossen. Lediglich in Details solle es noch Änderungen geben, die eine neuerliche Offenlegung der Pläne erforderten, sagte Kummer.

Stellungnahmen zum Bundesverkehrswegeplan können auf der Internetseite des Bundesverkehrsministeriums (www.bmvi.de) abgeben werden. (ers)

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