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Uhren gehen wieder

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Die goldenen Uhren am Weißen Turm sind repariert. Die Kosten für die Reparatur übernimmt die Stadt. Künftig soll es zudem jedes Jahr eine Inspektion geben.

Vier goldene Uhren hat der Weiße Turm, auf jeder Seite eine. Aber schon seit Monaten konnte man sich nicht mehr auf ihre Zeitangaben verlassen. Die Zeiger standen still, und das mit dem Uhrwerk verbundene Glockenspiel war verstummt.

Nun ist alles wieder im Lot. Schweißgebadet hievten Uwe Bauer und Jochen Friedrich von der auf Turmuhren spezialisierten Firma Philipp Hörz aus Biberach/Bayern das vor drei Monaten ausgebaute, knapp 100 Kilogramm schwere Uhrwerk die Wendeltreppe hoch. 125 Stufen waren bis zum obersten Stockwerk zu bewältigen. In dessen Mitte steht ein Schrank, in dem das Uhrwerk staubgeschützt untergebracht ist. Wellen, Umleitungen und Getriebe setzen die drei Glocken und die Uhren in Gang. Das Uhrwerk war 1952 von der Traditionsfirma Hörz hergestellt und in den Weißen Turm eingebaut worden.

Nun ist es repariert, und es wird künftig jedes Jahr eine Inspektion geben. Die Kosten für die Reparatur übernehme die Stadt, sagte Werner Kumpf, Vorsitzender des Freundeskreises Weißer Turm. Er geht von etwa 7000 bis 8000 Euro aus. Zwei der Glocken, erzählt er, stammen aus dem Jahr 1711. Sie waren nach dem Krieg in Hamburg auf einem „Glockenfriedhof“ wiederentdeckt worden. Die dritte Glocke kam 1953 hinzu. Nun erklingen die drei wieder im Viertel- und im Stundentakt. (pyp)

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