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Darmstadt: Überschuss der Volksbank rückläufig

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Die Bilanzsumme der Volksbank Darmstadt-Südhessen steigt um fünf Prozent. Ihr Kundenvolumen übersteigt erstmals die 10-Milliarden-Marke.

Nach dem im vorigen Jahr vollzogenen Zusammenschluss mit der Volksbank Modau setzt die Volksbank Darmstadt –Südhessen weiter auf einen soliden und stabilen Wachstumskurs. Die beiden Vorstandssprecher Michael Mahr und Matthias Martiné stellten am Mittwoch die Geschäftszahlen der Institutsbilanz für das vergangene Jahr vor. Trotz anhaltender Negativzinsphase, einer intensiven Wettbewerbssituation und einem steigenden regulatorischen Aufwand konnte die Volksbank die Bilanzsumme um 221 Millionen Euro oder fünf Prozent auf 4,61 Milliarden Euro erhöhen.

Das betreute Kundengeschäftsvolumen übertraf im vorigen Jahr erstmals die 10-Milliarden-Euro-Marke. Mahr und Martiné äußerten, sowohl Privatkunden wie Unternehmer schätzten die „ganzheitliche, persönliche Beratung, die digitalen Angebote sowie das umfassende Leistungsspektrum, mit dem die Bank alle Kundenbedürfnisse bedienen könne. 

Wie schon in den Vorjahren erwies sich das langfristige Kreditgeschäft abermals als stimulierend für die Geschäftsentwicklung. Unternehmen und Baufinanzierungskunden hätten das niedrige Zinsniveau und die positive Wirtschaftslage für Investitionen genutzt. Daher wuchs das Volumen der Kundenkredite um 104 Millionen oder 3,1 Prozent auf 3,43 Milliarden Euro. Ohne die Kreditstandards gelockert zu haben, seien 2018 Kredite in Höhe von 735 Millionen Euro neu vergeben oder verlängert worden. Dies entspricht einer Steigerung von gut 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 

Das Geschäftsjahr wird laut Mahr und Martiné mit einem um 2,1 Millionen Euro niedrigeren Jahresüberschuss vor Steuern in Höhe von 35,8 Millionen Euro abschließen. Das „unverändert solide Ergebnis“, so die beiden Vorstandssprecher, ermögliche es, den mehr als 99.000 Mitgliedern der Genossenschaftsbank   wieder eine dreiprozentige Dividende auszuschütten und das Eigenkapital um 22 Millionen Euro auf 541 Millionen Euro aufzustocken. 

Die Zahl der Mitarbeiter reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr von 782 auf 755. Die Steuerzahlungen stiegen um 300.000 Euro auf 10,5 Millionen Euro. An Spenden und für Sponsoringaktivitäten gab die Volksbank 2018 820.000 Euro aus. 

Mahr und Martiné kündigten an, dass im ersten Quartal die beiden Filialen in Jugenheim und in der Siedlung Auf Esch in Groß-Gerau in Selbstbedienungsstellen umgewandelt werden sollen. Inklusive der Selbstbedienungsstellen wird die Volksbank auch künftig 72 Filialen unterhalten. 

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