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Überfall in 30 Sekunden

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Sieben Jahre nach dem Überfall auf einen Darmstädter Juwelier muss sich ein 31-Jähriger vor Gericht verantworten.

Darmstadt. In den Grundzügen sind sich alle Zeugen einig: Mit einem lauten Knall flog die Glastür auf, schlug gegen den Stopper und zersprang in Stücke. Dunkel gekleidete Männer drängten ins Geschäft, mindestens einer trug eine Waffe. Nach wenigen Sekunden war alles vorbei, die Männer flüchteten Richtung Stadtkirche. In vielen Einzelheiten des Raubüberfalls auf das Darmstädter Juweliergeschäft Techel gehen die Darstellungen jedoch auseinander. Das ist kein Wunder, das Verbrechen liegt sieben Jahre zurück. Nun muss sich ein 31-Jähriger wegen Beteiligung am Überfall vor dem Landgericht Darmstadt verantworten.

30 Sekunden dauerte der Raubzug, wie Videobilder belegen. Die Täter hatten es vor allem auf Uhren der Marken Cartier und Rolex abgesehen. 51 packten sie ein, den Verkaufswert beziffert der damalige Ladeninhaber Ulrich Techel auf rund 300 000 Euro. Die Versicherung hatte den Schaden übernommen, machte allerdings den Einbau einer Sicherheitsschleuse für rund 100 000 Euro zur Auflage.

Der angeklagte Pole war der Berliner Polizei im Zuge von Ermittlungen gegen die für Überfälle auf Juweliergeschäfte berüchtigte Hammerbande ins Netz gegangen. Von den zwei Komplizen ist einer bereits verurteilt und einer inzwischen verstorben. Der 31-Jährige schwieg am Donnerstag zu den Tatvorwürfen. (bad)

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