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Typisierung im Hörsaal

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Viele Hessen sterben an Krebs. Hier schaut ein Radiologe  auf eine Auffälligkeit in einer weiblichen Brust, dargestellt auf einem Computermonitor.
Viele Hessen sterben an Krebs. Hier schaut ein Radiologe auf eine Auffälligkeit in einer weiblichen Brust, dargestellt auf einem Computermonitor. © Archiv dpa

Der Asta der TU Darmstadt und die Deutsche Knochenmarkspender-Datei (DKMS) laden am Dienstag, 28. Oktober, zur Typisierung. Alle 16 Minuten erkrankt in Deutschland ein Mensch an Blutkrebs, darunter viele Kinder und Jugendliche.

Auf rege Beteiligung hoffen der Asta der TU Darmstadt und die Deutsche Knochenmarkspender-Datei (DKMS) bei einer gemeinsamen Registrierungsaktion am Dienstag, 28. Oktober, zwischen 13 und 17 Uhr im Hörsaal- und Medienzentrum auf der Lichtwiese (Raum 227).

Alle 16 Minuten erkrankt in Deutschland ein Mensch an Blutkrebs, darunter viele Kinder und Jugendliche. Für viele Betroffene sei eine Stammzellspende die einzige Überlebenschance, so die Veranstalter der Aktion. Die Suche nach passenden Spendern sei deshalb so schwer, weil zu wenig Menschen sich registrieren ließen: Im günstigsten Fall liege die Wahrscheinlichkeit bei 1:20 000, einen Spender mit passenden Gewebemerkmalen zu finden, im ungünstigsten Fall bei eins zu mehreren Millionen. In der DKMS-Datei sind bislang 4,5 Millionen Spender registriert.

Mitmachen kann fast jeder

Mitmachen kann fast jeder gesunde Mensch zwischen 18 und 55 Jahren. Gemäß den Richtlinien der Bundesärztekammer ist es bi- und homosexuellen Männern untersagt, Blut und Blutprodukte in Deutschland zu spenden, heißt es in der Mitteilung. Der Asta kritisiert diese Regelung, auf die die DKMS keinen Einfluss habe.

Deswegen habe sich der Asta trotzdem zur Registrierungsaktion entschieden. „Wir weisen aber explizit auf die Kampagne ,Bunt Spenden‘ hin (www.buntspenden.de), die die Richtlinie kritisiert und die Bundesärztekammer auffordert, die Spendevoraussetzungen unabhängig von der sexuellen Orientierung zu gestalten“, sagt Asta-Referent Stephan Voeth. Bei der Typisierung wird ein Wangenschleimhautabstrich ausgeführt, damit die Gewebemerkmale bestimmt werden können. (ers)

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