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Tupperware wartet

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Die Verträge liegen vor, nun wartet Tupperware noch auf die Zustimmung der Gemeindevertretung. Das amerikanische Unternehmen, das sich auf den Vertrieb von Küchen- und Haushaltsartikeln aus Kunststoff spezialisiert hat, möchte sein deutschlandweites Zentrallager nach Eppertshausen verlegen.

Zum 50-jährigen Unternehmensjubiläum im April 2012 soll der Umzug vom bisherigen Standort im benachbarten Messel ins Gewerbegebiet „Park?45“ über die Bühne gehen. Die ursprünglichen Pläne, wonach der Standortwechsel noch in diesem Jahr vollzogen werden sollte, konnten nicht gehalten werden.

Am heutigen Donnerstag beschäftigt sich der Haupt- und Finanzausschuss ab 20 Uhr mit dem Verkauf des insgesamt knapp 30?000 Quadratmeter großen Grundstücks zwischen Einstein- und Büssingstraße, bevor in der Gemeindevertretung am Dienstag die entscheidende Abstimmung ansteht.

Das Grundstück will der Projektentwickler Goodman mit Sitz in Düsseldorf für 2,4 Millionen Euro erwerben. Eine Fläche von gut 9000 Quadratmeter will Goodman an Tupperware weitervermieten, auf der Lager- und Büroflächen entstehen sollen. Auch ein Rechenzentrum soll hier seinen Platz finden. Wer sich auf dem östlichen, gut 7000 Quadratmeter großen Teil des Geländes ansiedelt, sei noch nicht klar, sagte Bürgermeister Carsten Helfmann (CDU).

Die bisher in Messel tätigen 25 Mitarbeiter von Tupperware sollen ihren Arbeitsplatz nach Eppertshausen verlegen, langfristig sollen nach Angaben von Tupperware 50 Personen dort arbeiten.

Die Kommunalvertretung entscheidet außerdem über den Verkauf eines ebenfalls knapp 30?000 Quadratmeter großen Areals nördlich der Einsteinstraße. Allerdings besteht wegen der jahrelangen Nutzung des Geländes ein Altlastenverdacht. 10?000 Quadratmeter wurden bereits untersucht und gelten laut Bürgermeister inzwischen als „sauber“. Untersucht werden muss noch die Stelle, an der ein Lkw-Waschplatz betrieben worden war.

2,4 Millionen Euro soll der Verkauf des Grundstücks der Gemeinde einbringen. Die Firma AC Motoren aus Rodgau, die sich auf den Handel von Getriebemotoren spezialisiert hat, möchte den Großteil des Geländes (25?900 Quadratmeter) erwerben. Die Müller Umweltdienst GmbH, ein Kanalreinigungs- und Saugfahrzeugbetrieb, plant den Ankauf von angrenzenden 3700 Quadratmetern. Schließlich möchte der Garten- und Landschaftsbaubetrieb Haas ein Teilstück von 1360 Quadratmeter zur Erweiterung erwerben. Beschließt die Gemeindevertretung die Verkäufe, stünde im „Park?45“ nur noch eine Parzelle von 12?800 Quadratmeter zur Verfügung. (eda)

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