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Mit einem Bagger und einem Meißel zertrümmert ein Arbeiter neben dem Residenzschloss (re.) den alten Belag des Friedensplatzes.

Darmstadt

Tunnel unter dem Friedensplatz ist marode

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Die Sanierung für den Versorgungstunnel kostet 350 000 Euro. Das Areal am Darmstädter Schloss wird bis Spätsommer umgestaltet.

Die seit Frühjahr 2017 laufende Umgestaltung des Darmstädter Friedensplatzes zwischen Landesmuseum, Schloss und dem Weißen Turm macht Fortschritte. Während auf der westlichen Seite des Platzes schon die großen Pflanzentröge aus Beton fertiggestellt worden sind und darauf warten, dass im Frühjahr neun Hainbuchen eingesetzt und die Sitzgelegenheiten installiert werden, sieht es auf der Ostseite noch nach Abbruch aus.

Bauarbeiter waren am Dienstagmittag damit beschäftigt, den alten Belag des Platzes mit Hilfe von Baggern zu zertrümmern und die Steine für den Abtransport aufzuhäufen. Und entlang der Schlossmauer ist eine Tunnelzufahrt zum Kaufhof-Areal noch nicht wieder geschlossen worden. 

Darmstadts Baudezernentin Barbara Boczek (Grüne) teilte am Dienstag mit, dass der Versorgungstunnel, den Lastwagen vom Cityring aus befahren, um unterirdisch Waren zum Kaufhaus zu bringen, stärker sanierungsbedürftig ist als zunächst angenommen. Die Fertigstellung werde sich daher verzögern. 

Die Umgestaltung des Friedensplatzes und die Sanierung der darunterliegenden Tiefgaragendecke sollen jedoch bis zum Spätsommer fertiggestellt werden. Ursprünglich sollten die Bauarbeiten nur bis Ende 2018 dauern. Wegen der unerwartet langen Frostperiode im Frühjahr vorigen Jahres verzögerten sich jedoch die Bauarbeiten an der Großbaustelle mitten in der Darmstädter Innenstadt.

Baustadträtin Boczek sagte bei einem Ortstermin am Dienstagvormittag, in Gesprächen mit den Veranstaltern des Heinerfest und des Schlossgrabenfestes sei inzwischen Einigkeit darüber erzielt worden, dass die beiden Feste in diesem Jahr wie geplant stattfinden sollen und auch die nötige Platzfläche zur Verfügung stehen werde. Die derzeit noch sichtbaren offenen Gräben auf dem Friedensplatz sollen bis dahin verfüllt werden. 

Boczek teilte mit, dass im Zuge der Bauarbeiten im Herbst vorigen Jahres festgestellt worden sei, dass in den vergangenen Jahren in den Boden des unterirdischen Warenanlieferungstunnels an der Schlossmauer und zur Schlossgarage Feuchtigkeit eingedrungen sei. Nach Einschätzung von Gutachtern sei dies auf teils flächenhafte, teils punktuelle Schäden an der Abdichtung der Tunneldecke und den Fugen des 50 Jahre alten Bauwerks zurückzuführen. Die Standsicherheit des Tunnels sei aber nicht gefährdet, sagte Boczek. Die Stadt habe sich gleichwohl dazu entschlossen, den Tunnel, der die Innenstadt wesentlich von Verkehr entlaste, für rund 350 000 Euro zu sanieren – auch, damit nicht ein noch größerer Schaden entstehe.

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