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TU-Dribblers sind Weltmeister

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Die Darmstadt-Dribblers beim Finale in Singapur.
Die Darmstadt-Dribblers beim Finale in Singapur. © dpa

Sie haben gedribbelt, Querpässe geschlagen, Steilvorlagen geliefert und 7:1 gewonnen: Die Darmstadt-Dribblers verteidigten in Singapur bei der RoboCup-Fußball-Weltmeisterschaft ihren Titel.

Sie haben gedribbelt, Querpässe geschlagen, Steilvorlagen geliefert und am Ende überzeugend 7:1 gewonnen: Die Darmstadt-Dribblers verteidigten am Donnerstag in Singapur bei der RoboCup-Fußball-Weltmeisterschaft ihren Titel in der Liga Humanoide Roboter/Kid Size überzeugend. Ein deutscher Sieger stand schon vorher fest: Endspielgegner waren die Fumanoids von der Freien Universität Berlin.

Die knapp 60 Zentimeter großen Jungs und Mädels der Darmstädter Favoriten sahen zunächst gar nicht gut aus: Louise, Karo und Jan schafften nur zwei Tore in der ersten Halbzeit und kassierten auch noch einen Gegentreffer. "Wir waren in der Pause schon nervös", räumte Teamleiter Dorian Scholz später ein.

Drei Roboter jeder Mannschaft treten gegeneinander an. Sie sind vorher auf Dribbeln, Pässe schießen und Sprinten programmiert, doch nach dem Anpfiff sind sie auf sich allein gestellt. Die elektronischen Fußballer kommunizieren drahtlos miteinander - wenn die Studenten und Doktoranden vorher alles richtig gemacht haben.

Die Roboter haben erstaunlich menschliches Gehabe. Tritte vors Schienbein zum Beispiel, wenn der Gegner auf Manndeckung besteht, der Tennisball aber schon weggerollt ist, ehe die Kopfkamera das wahrgenommen hat. Schieben gibt´s auch, das ist ein Foul und wird mit 30 Sekunden Strafe am Spielfeldrand belegt.

Neben allem Spielspaß geht es beim RoboCup vor allem um die Forschung, man lerne viel für sinnvollere Anwendungen, meint der Darmstädter Doktorand Stefan Kohlbrecher. "Wer Fußballspielen kann, kann auch eine Spülmaschine einräumen."

Ziel der Forscher ist es, bis 2050 eine Mannschaft programmiert zu haben, die gegen den menschlichen Weltmeister gewinnen kann. (dpa)

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