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Protesaktion an der Comenius-Schule in Frankfurt.
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Protesaktion an der Comenius-Schule in Frankfurt.

Rhein-Main

Trotz Pandemie: Grundschulklassen werden zusammengelegt

  • Claudia Kabel
    VonClaudia Kabel
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In Hessen sollen 29 Grundschulklassen aufgelöst werden – auch in Darmstadt, Frankfurt und Oberursel. Die Eltern laufen dagegen Sturm. Frankfurts Bildungsdezernentin fordert ein Umdenken im Kultusministerium.

Immer mehr Eltern laufen mit Protestbriefen und Online-Petitionen Sturm gegen die geplante Zusammenlegung von Grundschulklassen. Betroffen sind unter anderem Schulen in Frankfurt, Oberursel, Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg. Hessenweit sollen 29 Klassen aufgelöst werden, weil in ihren Jahrgängen die Schülerzahlen gesunken sind. Mehrere Elternbeiräte berichten, dass bei ihnen nur zwei Kinder im Jahrgang fehlten. Die Schülerinnen und Schüler der betroffenen Klasse sollen auf die übrigen Klassen aufgeteilt werden.

Bei 17 Klassen steht die Entscheidung fest, bei zwölf ist sie noch offen. Dies habe Kultusminister Alexander Lorz (CDU) auf eine dringliche Berichtsanfrage der SPD geantwortet, wie ihr bildungspolitischer Sprecher Christoph Degen auf FR-Anfrage sagte. Ein Protokoll liege noch nicht vor. Die SPD hatte im Oktober beantragt, die Verordnung, die eine Schülergrenze von 25 vorsieht, auszusetzen, um die Belastungen der Kinder durch die Pandemie nicht zu verstärken.

Frankfurter Bildungsdezernentin: Mehr Stress für Kinder

Auch die Frankfurter Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) forderte am Dienstag das hessische Kultusministerium (HKM) zum Umdenken auf: „Die Kinder jetzt durch Klassenzusammenlegung auseinander zu reißen und mit neuen Bezugslehrer:innen und Mitschüler:innen zu konfrontieren, erhöht den Stress und gefährdet den Lernerfolg.“

Wie andere Schulen hatte auch die Darmstädter Schillerschule an Minister Lorz geschrieben. Dieser ließ mitteilen: Auch wenn die Zeit der Pandemie in vielen Bereichen eine Ausnahmesituation darstelle, sei es nicht möglich, in einem Einzelfall anders zu entscheiden als es in der Verordnung vorgesehen sei. Grundschulkinder sollen aber ab nächstem Schuljahr über das Programm Löwenstark besonders gefördert werden.

Eltern wollen sich vernetzten

„Wir sind tief enttäuscht von der Schulpolitik der Landesregierung“, schreibt der Elternbeirat der Frankfurter Comeniusschule. Einerseits sei ein Jahr des Aufholens versprochen worden, andererseits vergrößere das HKM die Lerngruppen ohne Not. Deswegen will man sich landesweit vernetzen, fordert andere Betroffene auf, sich unter seb@comeniusschule -frankfurt.de zu melden.

Christian Degen sieht als letzte Möglichkeit eine Petition an den Landtag. Diese werde aber erst nach den Ferien bearbeitet.

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