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Runder Tisch

DGB tritt Krise entgegen

Die Wirtschaftskrise nimmt auch in Südhessen immer stärkere Ausmaße an. Vor allem die exportabhängige Industrie beklagt massive Auftragsrückgänge. Von Stephen Wolf

Von STEPHEN WOLF

Die Wirtschaftskrise nimmt auch in Südhessen immer stärkere Ausmaße an. Vor allem die exportabhängige Industrie beklagt massive Auftragsrückgänge.

Auch die Kurzarbeit ist nach Angaben des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) im ersten Quartal 2009 gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum erheblich gestiegen: "22 000 Anträge auf Kurzarbeit wurden von über 200 südhessischen Betrieben gestellt", sagte Regionalvorsitzender Jürgen Planert. Das sei eine Steigerung "von 1200 Prozent". Es müsse dringend gehandelt werden, da die Krise im Herbst viele Arbeitsplätze zu vernichten drohe.

Um dies zu verhindern, wirbt der DGB für "einen Runden Tisch zur Bewältigung der Krisenfolgen". Wie Planert am Montag in Darmstadt sagte, sollen daran etwa die südhessischen Kommunen teilnehmen. Auch die Unternehmerverbände, die Handwerkskammer Rhein-Main und die Arbeitsagentur gehören zu den Adressaten der Einladung.

Bei möglichen Gesprächen soll es um den nachhaltigen Einsatz der etwa 270 Millionen Euro an Konjunkturhilfe gehen. Das Geld aus Programmen von Bund und Land wird an die südhessischen Kommunen weitergegeben. Der DGB drängt darauf, dass mit dem Geld südhessische Firmen und somit Arbeitsplätze gesichert werden: "Es wäre fatal, wenn Aufträge der Kommunen von Firmen mit Billig-Arbeitern, etwa aus Osteuropa, getätigt werden", sagte Günter Lorenz von der IG Metall.

Vorzug für tariftreue Firmen

Daher spricht sich der DGB dafür aus, bei der Auftragsvergabe durch die Kommunen müssten Firmen bevorzugt werden, die nach Tarif zahlen. Außerdem regen die Gewerkschaften an, Betriebe aus der Region könnten Arbeitsgemeinschaften bilden, um sich bei Großprojekten - etwa beim Ausbau des Frankfurter Flughafens - zu bewerben. Banken in der Region müssten bei der Kreditvergabe stärker die Unternehmen unterstützen. Immerhin, so Lorenz, hätten die Geldinstitute dafür auch Geld vom Staat bekommen.

Positive Antworten auf das Gesprächsangebot gibt es laut DGB bisher von der Handwerkskammer, der Stadt Darmstadt und einigen Landkreisen. Auch die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände habe zugesagt.

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