1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Darmstadt

Trinkwasser wird in Südhessen vielerorts teurer

Erstellt:

Von: Annette Schlegl

Kommentare

Verbraucher zahlen vom 1. Januar an in vielen Kommunen in Südhessen einen höheren Wasserpreis.
Verbraucher zahlen vom 1. Januar an in vielen Kommunen in Südhessen einen höheren Wasserpreis. © Renate Hoyer

Der Energieversorger Entega aus Darmstadt und die Stadtwerke Rüsselsheim heben zum Jahresbeginn den Wasserpreis in ihren Versorgungsgebieten an.

Wasser wird teurer. Sowohl der Darmstädter Energieanbieter Entega als auch die Stadtwerke Rüsselsheim erhöhen zum Jahresbeginn in ihrem jeweiligen Versorgungsgebiet die Preise.

Beide Wasserversorger nennen steigende Bezugskosten bei Vorlieferanten, von denen sie das Wasser einkaufen, als Grund für die Preisanpassung. Die Rüsselsheimer Stadtwerke konkretisieren sogar: Der neue östliche Wasserliefervertrag mit Hessenwasser – vormals Riedwerke – sei teurer, aber auch westlich verlangen die Mainzer Netze – eine Tochter der Stadtwerke Mainz – mehr Geld.

Die Entega begründet den teureren Wasserpreis auch noch mit den gestiegenen Kosten für Energie sowie für den Betrieb und den Unterhalt der Wasserversorgungsanlagen. Die Rüsselsheimer Stadtwerke verweisen auf allgemeine Preissteigerungen, insbesondere bei Tiefbaumaßnahmen, wenn das Leitungsnetz erneuert wird.

Beide Unternehmen verlangen zum 1. Januar 2023 nun einen Verbrauchspreis von 1,95 Euro pro Kubikmeter Trinkwasser. Allerdings fällt die Erhöhung bei der Entega größer aus als bei den Rüsselsheimer Stadtwerken. Der Darmstädter Versorger hat den bisherigen Preis um 22 Cent erhöht, der Rüsselsheimer Versorger nur um 11 Cent. Wasser kostete dort bisher 1,84 Euro pro Kubikmeter.

Auch die Zähler werden teurer. Die Entega verlangt jetzt jährlich 98 Euro für einen haushaltsüblichen Wasserzähler; das sind elf Euro mehr. Der Zählerpreis bei den Rüsselsheimer Stadtwerken verteuert sich für die gängigste Größe von jährlich 36 Euro auf künftig 43,68 Euro. Dieser Anbieter verlangt aber seit drei Jahren auch noch einen verbrauchsunabhängigen Systempreis, der sich nach der Größe der Hausanschlussleitung bemisst. Die meistverwendete Größe DN 40 steige von 8,13 auf 10,57 Euro je Monat, verlautbart er in einer Mitteilung.

Die Entega, die rund 237 000 Einwohner in Darmstadt, Weiterstadt, Erzhausen, Biebesheim, Riedstadt, Stockstadt und Groß-Rohrheim mit Trinkwasser versorgt, hat eine Beispielrechnung aufgemacht: Ein Vierpersonenhaushalt in einem Einfamilienhaus zahle bei einer jährlichen Abnahmemenge von 150 Kubikmetern künftig monatlich rund 3,60 Euro mehr. Die Stadtwerke, die in Rüsselsheim an rund 10 500 Haushalte Wasser liefern, sprechen bei 150 Kubikmeter jährlichem Verbrauch von vier Euro monatlichen Mehrkosten.

Das Wasserwerk Gerauer Land, das die Gemeinden Büttelborn, Nauheim und Trebur versorgt, erhöht die Preise im kommenden Jahr übrigens nicht. Es bleibt bei 1,52 Euro pro Kubikmeter Frischwasser.

Auch interessant

Kommentare