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Ein Traum in Rosa

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Gerhard Grüneberg hilft ehrenamtlich, den Landschaftsgarten in Schuss zu halten.
Gerhard Grüneberg hilft ehrenamtlich, den Landschaftsgarten in Schuss zu halten. © Roman Grösser

200 alt ist die Rosenhöhe, das wird groß gefeiert. Gärtner haben die Anlage in Ordnung gebracht, Rasen gemäht, Bänke und Geländer gestrichen, Pflanzen gesetzt, Unkraut gejätet und Wege gerecht.

Die Mozartrosen stehen da wie ein Traum", sagt Heinrich Strauch, Gartenmeister auf der Rosenhöhe. Die buschige, rosafarbene Blume wächst entlang des Rosariums, wo sich am Wochenende zur Feier von 200 Jahren Rosenhöhe die Besucher tummeln werden. Gartenmeister Strauch ist mit vier hauptamtlichen und zwei Saisonkräften seit Wochen auf der Rosenhöhe im Einsatz.

Die Mitarbeiter des Grünflächenamts haben Rasen gemäht, Bänke und Geländer gestrichen und vor allem Beete bearbeitet. Sie haben Pflanzen gesetzt und geschnitten, Unkraut gejätet und Wege gerecht. "Jetzt müssen wir nur noch an ein paar Ecken ran, dann haben wir bis Freitag alles im Griff", zeigt sich Strauch optimistisch.

Die optische Aufwertung der Anlage sei arbeitsreich gewesen, zumal im Winter 2008 und 2009 viele Pflanzen und vor allem die Rosen so stark vom Frost geschädigt waren, dass sie ausgetauscht werden mussten. Die Schaubeete am Eingang zum Rosarium wurden komplett mit frischer Erde und jungen Edelrosen erneuert.

Unterstützt wird Heinrich Strauch auch von gut einem Dutzend ehrenamtlicher Helfer, die abwechselnd im Rosarium Dienst tun. Sie schneiden Rosen, pflegen die Steingärten, halten Wege sauber, streichen die Pergolen, betreuen den Kräuter- und Heckengarten.

Schön durch Spenden

Am Montag etwa war Gerhard Grüneberg mit Hacke und Rechen auf dem Hauptweg unterwegs, den er vom Unkraut befreite. "Das ist mein Revier", sagt der Ruheständler, der seit knapp fünf Jahren wöchentlich etwa vier Stunden im gärtnerischen Einsatz ist. "Ich bin an der Luft, bewege mich und genieße das nette Klima unter den Helfern", sagt der rüstige Rentner zufrieden.

Bei der Arbeit sei er gewissenhaft, lasse sich aber Zeit. "Ist ja schließlich keine Akkordarbeit", sagt Grüneberg. Er ist Mitglied im Verein Park Rosenhöhe, der seit 1995 Spenden für den Park sammelt. So konnte der Rosendom restauriert werden, es wurden neue Bänke und vor allem Pflanzen angeschafft. Auch die Sanierung eines der sechs Löwen hoch oben am Portal zum Eingang der Rosenhöhe hat der Verein übernommen - für immerhin 24 500 Euro, sagt der Vorsitzende Wilfried Heinemann.

Außerdem betreut der Verein das Pförtnerhäuschen, das von ihm mitfinanziert wurde, hat den Sitzplatz am Spanischen Turm geschaffen, Schaukästen aufgestellt und Hinweisschilder für die Rosenbeete angefertigt.

Das nächste Großprojekt nach der 200-Jahr-Feier ist laut Heinemann die Aufarbeitung der Pergolen, die 30 000 Euro kosten wird. Auch die Sanierung des Teehäuschens steht auf dem Plan. (an)

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