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Trauer um Walburga Jung

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Sie war engagiert, vermittelnd, humorvoll und wurde parteiübergreifend geachtet und geschätzt. Walburga Jung, CDU-Stadtverordnete, starb im Alter von 73 Jahren beim Baden im Arheilger Mühlchen.

Sie war engagiert, unaufgeregt, vermittelnd, herzlich, humorvoll, drängte sich nie in den Vordergrund und wurde parteiübergreifend geachtet und geschätzt. Walburga Jung, CDU-Stadtverordnete, starb am Montagnachmittag im Alter von 73 Jahren beim Baden im Arheilger Mühlchen.

Der CDU-Parteivorsitzende Ctirad Kotoucek zeigte sich erschüttert vom Tod seiner Fraktionskollegin und Mentorin. "Ich bin richtig traurig", sagte er. "Wir Jungen konnten immer auf sie bauen." Mit Rat und Tat stand ihnen die erfahrene Politikerin - seit 1957 war sie in der CDU - zur Seite. Kotoucek bezeichnete sie als "echtes Vorbild, immer vorbereitet, zuverlässig, immer präsent" - und sie habe die Richtschnur vorgegeben, "wie man Kommunalpolitik auf Arbeitsebene zu machen hat". Dabei blieb sie immer menschlich, amüsierte ihr Gegenüber mit ihrem intelligenten Humor und "war im besten Sinne bescheiden", wie Kotoucek sagte.

Die Liste der Ämter der pensionierten Handelslehrerin ist beeindruckend. Sie war unter anderem zehn Jahre lang Mitglied zweier IHK-Prüfungsausschüsse, Schöffin am Landgericht, sechs Jahre im Vorstand des Deutschen Akademikerinnenbundes Darmstadt, fast ein Jahrzehnt Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Darmstädter Frauenverbände, jahrelang Vorsitzende des Seniorenrats und des Seniorensportclubs.

Seit 1985 saß sie für die CDU im Stadtparlament, agierte als Vorsitzende des Liegenschaftsausschusses sowie als Mitglied im Wahlvorbereitungsausschuss und stand dem Stadtverband Kranichstein vor. Die CDU sei zutiefst betroffen und traurig. Darmstadt verliere "eine Politikerin mit Herz", resümierte der Fraktionsvorsitzende Rafael Reißer. (rwb)

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