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In das Neue Rathaus in Darmstadt wurde das ominöse Päckchen mit den mutmaßlich gebrauchten Masken gesandt.
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In das Neue Rathaus in Darmstadt wurde das ominöse Päckchen mit den mutmaßlich gebrauchten Masken gesandt.

Darmstadt

Darmstadt: Chats entlarven Corona-Skeptiker als Initiatoren des Schmutz-Masken-Päckchens

  • Jens Joachim
    vonJens Joachim
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Teilnehmer einer „Querdenken“-Demonstration stehen im Verdacht, gebrauchte Masken gesammelt und per Post an Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) geschickt zu haben.

Teilnehmer einer Anti-Corona-Demonstration, die von der Gruppe „Querdenken (615 - Darmstadt)“ veranstaltet wurde, stehen im Verdacht, gebrauchte Alltagsmasken gesammelt zu haben, um diese an Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) zu schicken.

Am vergangenen Freitag war, wie berichtet, im Rathaus ein Päckchen ausgeliefert worden, das nach einer Mitteilung der Stadt von einer Mitarbeiterin geöffnet wurde. Als Absender sei auf dem Päckchen nur „Ihre ehemaligen Wähler“ vermerkt gewesen. OB Partsch hat inzwischen Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet.

Darmstadt: OB vermutet politische Motivation

Partsch hatte bereits am Freitag geäußert, er sei „entsetzt“ über die Art und Weise, wie aus „offenbar politischen Motiven“ seine Gesundheit und die seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angegriffen und aufs Spiel gesetzt werde. Anfang Mai hatte Partsch vor einer Demo auf dem Karolinenplatz Kritiker der Corona-Beschränkungen als „verwirrte Geister“ bezeichnet.

Nach Informationen der Frankfurter Rundschau hat die Zustellung des Päckchens tatsächlich einen politischen Hintergrund. Interne und nicht frei zugängliche Chats in der Querdenken-615-Chatgruppe des Messengerdienstes Telegram belegen, dass am 26. Juni zu einer „Sammelaktion für unseren OB Jochen Partsch“ während einer Anti-Corona-Demonstration am darauffolgenden Tag auf dem Messplatz in der Zeit von 15 bis 22 Uhr aufgerufen wurde.

Darmstadt: OB Partsch sollte „infizierende Grüße“ erhalten

Teil des Sammelaufrufs ist auch ein Foto der handschriftlichen Absenderformulierung „Ein ehemaliger Grünen-Wähler“ und die in grüner Druckschrift geschriebene Anrede „Herrn OB Jochen Partsch, mit infizierenden Grüßen“.

Zudem wurde der Aufruf um die grün umrahmte Formulierung „Ihr wollt Masken? Hier bekommt ihr sie! Wir übergeben OB Partsch eure Masken!“ ergänzt.

Maskenübergabe sollte ursprünglich persönlich erfolgen

Die Masken sollten ursprünglich am vorigen Dienstag an Partsch „im Rahmen seiner Bürgersprechstunde“ übergeben werden. Dazu kam es aber nicht.

Nach Informationen der FR weisen zudem Indizien darauf hin, dass auch eine Administratorin der Telegram-Chatgruppe am Versand des Päckchens beteiligt gewesen sein könnte.

Update vom 6. Juli 2020, 20:15 Uhr: Die Staatsanwaltschaft Darmstadt lässt die an Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) geschickten Mund-Nase-Bedeckungen nun auf Viren untersuchen und das Staatsschutzkommissariat des Polizeipräsidiums Südhessen hat die Ermittlungen zum Corona-Masken-Päckchen übernommen.

In Darmstadt verstoßen dutzende Demonstranten bei einer Corona-Demo und bei einer „Querdenken“-Versammlung gegen die Corona-Auflagen und weigern sich Mund-Nase-Bedeckungen zu tragen. Dann schreitet die Polizei ein.

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