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Top-Acts in der Innenstadt

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Hunderttausende Besucher werden beim Schlossgrabenfest erwartet.
Hunderttausende Besucher werden beim Schlossgrabenfest erwartet. © Claus Völker

Mia, Laith al-Deen und Selig, aber auch viele Newcomer spielen beim Schlossgrabenfest: Insgesamt mehr als 100 Bands, zwei Disco-Areas und rund 160 Essens- und Getränkestände erwarten ab dem Fronleichnam-Donnerstag Hunderttausende Besucher in der Darmstädter City.

Ende Mai verwandelt sich die Darmstädter City zum 15. Mal in eine Open-Air-Arena. Mehr als 100 Bands, zwei Disco-Areas und rund 160 Essens- und Getränkestände erwarten ab dem Fronleichnam-Donnerstag hunderttausende Besucher. Am Dienstag ist das Programm des Schlossgrabenfests vorgestellt worden.

Der Unterschied zwischen London am 25. Mai und Darmstadt am 30. Mai sei „der freie Eintritt, es gibt keine begrenzten Tickets, und die Spanier haben was zu feiern“, kalauerte Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) in Anspielung auf das deutsch-deutsche Champions-League-Finale ein paar Tage vor dem Beginn des Schlossgrabenfests.

„Spektakuläre Tradition“, „wichtiger Wirtschaftsfaktor“, „Hochbetrieb in der gesamten Innenstadt“, „Rekordabsätze für die Brauer“, „Jobmotor“, „Auftragsvolumen für die regionale Wirtschaft im sechsstelligen Bereich“ – Partsch warf mit Superlativen nur so um sich und schloss mit den Worten: „Und das Allerschönste, es kostet die Stadt nichts.“

Dass das Musikfestival in der Innenstadt zu den größten in Deutschland gehören werde, hätten sie sich zu Beginn nicht träumen lassen, sagte Thiemo Gutfried, der mit Frank Grossmann die viertägige Großveranstaltung von Beginn an auf die Beine stellt.

Musikalischer Schwerpunkt sind Spanien und Lateinamerika, nicht wenige Bands machen entsprechende Musik oder eben nicht, stammen aber aus dem Sprachraum. „Wir bedienen kein Folklore-Klischee“, betonte Benjamin Metz, künstlerischer Leiter. Mehr Platz bekommen die Singer-Songwriter, die sich die Frizz-Bühne am Reiterdenkmal mit den Poetry-Slammern teilen. Dieser Schwerpunkt „gibt noch mal neue Farbe und Kontur“ ins Programm und werde sicher viele Leute begeistern, sagte er.

Die Band Mia, Top-Act am Donnerstag, war vor zehn Jahren schon einmal da, allerdings noch wesentlich weniger bekannt als heute. An dem Mannheimer Schmusepopper Laith al-Deen, Highlight am Freitag, seien sie schon sehr lange dran gewesen, sagte Benjamin Metz. Mit den Hamburger Rockern von Selig erfüllt er sich am Samstag einen langgehegten Wunsch. Als ganz junger Mensch habe er die schon ins Herz geschlossen, allerdings hätten sie sich zwei Jahre vor dem ersten Schlossgrabenfest erst einmal aufgelöst. Insgesamt bescheinigte er den Bands auf den großen Bühnen „hohes Chart-Act-Potenzial“. Auf der kleinsten, der Sparkassenbühne, spielen erneut die meisten Bands, zum großen Teil Newcomer aus der Region.

Über 100 Bands, 160 Stände

Am Familiensonntag, dem letzten Tag des Schlossgrabenfestes, gibt es drei parallele Veranstaltungen: Den ökumenischen Gospel-Gottesdienst auf dem Friedensplatz (Gutfried: „Nach Weihnachten einer der bestbesuchten Gottesdienste“, Grossmann: „Und einer der längsten“), den Frühschoppen vor der Bühne zwischen Landesmuseum und Staatsarchiv und die Kinderzeit mit zahlreichen Aktionen vor der Merckbühne auf dem Karolinenplatz. Der Schlossgrabenfestbecher, einmalig mit dem ersten Getränk zu erwerben, kostet in diesem Jahr vier Euro und dient nach Festivalende als Rabattmarke bei Sport-Hübner.

Um 19 Uhr beginnen die Einlasskontrollen an den zwölf Zugängen zum Festivalgelände. Das ist Bestandteil des Sicherheitskonzepts und dient dazu, bei Bedarf Besucherströme zu lenken, Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen einzudämmen und zu verhindern, dass Glasfalschen aufs Gelände gelangen, die kaputt gehen könnten, erläuterten der Ordnungsdezernent, Bürgermeister Rafael Reißer (CDU) und Thiemo Gutfried. Veranstalter und Ämter hätten gut gearbeitet, sagte Reißer. „Wir sind gut gerüstet.“ (rwb.)

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