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Tödliche Messerattacke in Darmstadt: Tatverdächtiger schweigt

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Von: Annette Schlegl

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Vor dem Haus im Martinsviertel in Darmstadt wurden nach dem Tattag Kerzen aufgestellt.
Vor dem Haus im Martinsviertel in Darmstadt wurden nach dem Tattag Kerzen aufgestellt. © Jens Joachim

Die 30-Jährige, die im Martinsviertel in Darmstadt mit einem Messer erstochen wurde, ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft Darmstadt Opfer einer „Beziehungstat“ geworden. Der frühere Partner der Frau sitzt in Untersuchungshaft und schweigt.

Die 30-jährige Frau, die am 24. November in einer Wohnung im Darmstädter Martinsviertel getötet worden ist, hatte mit dem Tatverdächtigen eine Beziehung, die wenige Tage vor der Tat beendet wurde. Das hat Oberstaatsanwalt Robert Hartmann, der Sprecher der Staatsanwaltschaft Darmstadt, nun bestätigt.

Die Frau aus der Gemeinde Erzhausen nördlich von Darmstadt war von ihrem Bruder schwerstverletzt in der Wohnung des Ex-Partners aufgefunden worden. Sie verstarb allerdings kurze Zeit später trotz Reanimationsversuchen.

Mutmaßlicher Mord: Frau in Darmstadt erstochen

Die Obduktion habe ergeben, dass mehrere Stichverletzungen todesursächlich waren, sagte Oberstaatsanwalt Hartmann. Als Tatwerkzeug komme ein Küchenmesser aus der Wohnung des Tatverdächtigen, einem 25-Jährigen, in Frage. Er sitzt nach wie vor in Untersuchungshaft, hat aber noch keine Angaben zur Tat gemacht. Der Haftbefehl lautet auf Mord. Er ist vorbestraft – „allerdings nicht einschlägig“, erklärte Hartmann. Wegen eines Vermögensdelikts hatte er sich einst eine Geldstrafe eingehandelt.

Der 25-Jährige war am Tattag nach dem Gewaltverbrechen geflüchtet und konnte wenig später etwa eineinhalb Kilometer vom Tatort entfernt am Martin-Luther-King-Ring am nördlichen Rand der Darmstädter Innenstadt von der Polizei festgenommen werden. Nach einem Zeugenaufruf der Polizei hatten sich fünf Personen gemeldet, die seine Flucht beobachtet hatten. „Leider hatte keiner ein Video“, sagte Hartmann. Eine Anklage gibt es noch nicht, die Staatsanwaltschaft werde versuchen, ihre Ermittlungen binnen sechs Monaten abzuschließen.

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