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Mitglieder der Initiative Radentscheid mahnen mehr Sicherheit für Fahrradfahrer an.

Darmstadt

Tödliche Kreuzungen

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Die Initiative Radentscheid kritisiert die Stadt, weil sie die Bismarckstraße für Radfahrer bislang nicht sicherer gemacht habe. Die Stadt will im Frühjahr nachlegen.

Anlässlich der Jährung des Unfalltods zweier Radfahrer im November 2017 hat die Initiative Radentscheid die Stadt Darmstadt aufgefordert, die Kreuzung Bismarckstraße/Kasinostraße sicherer zu machen. David Grünewald, Initiator der Initiative, sagte: „Seit einem Jahr drängen wir bei Stadtpolitik und -verwaltung auf eine dringend notwendige Umgestaltung der gefährlichen Kreuzung, ohne dass nennenswerte Fortschritte erzielt werden.“ Vergangenes Jahr waren in der Bismarckstraße an zwei Kreuzungen innerhalb weniger Tage zwei Radfahrer tödlich verunglückt.

An der Kreuzung Kasino-straße warten Radfahrende auf derselben Höhe wie der Kraftverkehr auf grünes Ampellicht. Die direkte Sicht werde dadurch erschwert, was beim Rechtsabbiegen zu starken Gefährdungssituationen führe, so Grünewald. Die Initiative fordert, die Haltelinie für den Kraftverkehr um fünf Meter zurückzulegen und einen aufgeweiteten Radaufstellstreifen zu markieren. So könnten Radfahrer mit einem zeitlichen Vorsprung starten und die Kreuzung verlassen bevor nachfolgende Kraftfahrzeuge rechts abbiegen. Die von der Stadt in den vergangenen Wochen montierten Trixi-Spiegel böten „nur eine indirekte Sicht“ auf wartende Radfahrer.

Die Stadt teilte mit, außer den Spiegeln sollen auch die Kfz-Haltelinie an beiden Stellen zurückverlegt werden, damit Radfahrende künftig seitlich versetzt weiter vorne stehen könnten und damit besser im Sichtfeld der Autofahrer warten könnten. Dafür müsse die Ampelschaltung angepasst werden. Da man dabei gleich die Steuerungstechnik erneuern wolle, werde die Maßnahme im Frühjahr 2019 umgesetzt.

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