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Auch mit Tempo 30 wird auf der Kasinostraße zwischen der Rheinstraße und der Frankfurter Straße der motorisierte Kraftverkehr mit zwei Spuren weiterhin übermäßig privilegiert. Für den Fahrradverkehr ist auch künftig keine eigene Spur vorgesehen.
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Auch mit Tempo 30 wird auf der Kasinostraße zwischen der Rheinstraße und der Frankfurter Straße der motorisierte Kraftverkehr mit zwei Spuren weiterhin übermäßig privilegiert. Für den Fahrradverkehr ist auch künftig keine eigene Spur vorgesehen.

Darmstadt

Tempo 30 spaltet grün-schwarze Koalition in Darmstadt

  • Jens Joachim
    VonJens Joachim
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Der Darmstädter CDU-Vorsitzende Paul Georg Wandrey ignoriert den zwischen Grünen und CDU geschlossenen Koalitionsvertrag, der die Einführung von Tempo 30 als „Regelgeschwindigkeit“ vorsieht. Der Unternehmerverband Südhessen, der ebenfalls eine Verringerung der Höchstgeschwindigkeit auf Hauptstraßen in Darmstadt ablehnt, fordert den Bau einer Umgehungsstraße.

Die vom Magistrat geplante ganztags geltende Einführung von Tempo 30 auf einem Abschnitt der viel befahrenen Kasinostraße in Darmstadt entwickelt sich zweieinhalb Wochen vor der Kommunalwahl zu einer Belastungsprobe für die seit 2011 regierende Koalition aus Grünen und CDU.

Während die Grünen auf die vor fünf Jahren abgeschlossene Koalitionsvereinbarung verweisen, in der es heißt, Tempo 30 solle in der Stadt als „Regelgeschwindigkeit“ festgeschrieben werden und Tempo-30-Zonen sollten ausgeweitet werden, um die Lebensbedingungen der in der Stadt lebenden Menschen zu verbessern oder die Verkehrssicherheit zu erhöhen, fühlt sich der CDU-Vorsitzende Paul Georg Wandrey an diesen Passus des Koalitionsvertrags offenbar nicht mehr gebunden.

Bruch des Koalitionsvertrags bleibt zunächst unkommentiert

Wandrey sagte am Dienstagabend bei einer digitalen Diskussionsrunde des Kreisverbands Darmstadt/Darmstadt-Dieburg des Verkehrsclubs Deutschland, die CDU sei „gegen die Herabsetzung des Tempolimits auf Hauptverkehrsstraßen“. Den offenkundigen Bruch der Koalitionsvereinbarung ließ die bei der Diskussion ebenfalls anwesende Grünen-Parteivorsitzende Hildegard Förster-Heldmann (Grüne) zunächst unkommentiert.

Die Grünen-Fraktionsvorsitzenden Nicole Frölich und Yücel Akdeniz teilten am Mittwoch mit, mit Tempo 30 verlängere sich die Fahrtzeit auf dem rund anderthalb Kilometer langen Abschnitt zwischen der Rheinstraße und dem Rhönring um etwas mehr als eine Minute. „Diese Minute sollte den Autofahrenden die Gesundheit der Anwohner:innen an der Kasinostraße wert sein“, meinen Frölich und Akdeniz.

Tempo 30 auf Hauptstraßen in Darmstadt stößt auf Kritik

Unterdessen stößt das Vorhaben des Darmstädter Magistrats auch bei der im Stadtparlament vertretenen Wählervereinigung Uwiga, der nicht in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Wählergemeinschaft Darmstadt (WGD) und bei der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) in Darmstadt auf Kritik.

Während Uwiga-Vorsitzender Helmut Klett davon spricht, dass sich mit Tempo 30 auf der Kasinostraße „der Traum aller grüngesinnten Radfahrer“ erfülle, bedauert der WGD-Vorsitzende Falk Neumann, dass das Vorhaben Berufspendler benachteilige,

Unternehmerverband gegen Tempo 30, aber für Umgehungsstraße

VhU-Geschäftsführer Dirk Widuch teilte indes mit, Verkehrsstauungen und Lärm würden in Darmstadt nicht mit Tempo-30-Zonen, „sondern nur durch neue Umgehungsstraßen und den Ausbau des ÖPNV-Angebots“ vermieden.

Kontroverse um Tempo-30: Darmstädter Magistrat will Ausweitung - CDU ist dagegen

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