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Der Anblick dieses Funkmastes stört die Anwohner. privat

Protest in Darmstadt

Telekom baut Funksendemast in Darmstadt um

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Die Anwohner des Darmstädter Watzeviertels sind mit ihrem Protest erfolgreich. Die Telekom baut einen Funksendemast auf dem Dach eines Mietshauses in der Gardistenstraße um.

Für die Anwohner des Darmstädter Watzeviertels ist es eine gute Nachricht: Der fast zehn Meter hohe Funksendemast auf dem Dach eines Mietshauses in der Gardistenstraße soll umgebaut werden.

Seit das Ungetüm im vorigen Jahr aufgestellt worden war, hatte eine Bürgerinitiative (BI) dagegen gekämpft. Auch die städtische Baudezernentin Barbara Boczeck (Grüne) hatte sich bei einem Nachbarschaftsgespräch im Februar bestürzt darüber gezeigt, wie wenig sich die Anlage „ins Ensemble einpasst“. In der Straße stehen zum Teil 200 Jahre alte Häuser. Mit Vertretern der Telekom wurde vereinbart, eine Verschlankung zu prüfen. Den Mast komplett abzumontieren sei nicht möglich. Jetzt hat die Telekom mitgeteilt, dass der Umbau beauftragt sei. Bis Jahresende sollen die Aufbauten, soweit es technisch möglich ist, verschlankt werden. „Das hilft der Gesamtoptik“, sagte BI-Sprecherin Tanja Heuser der FR. „Wir sind froh, dass wir etwas erreicht haben.“

Wenig helfe die optische Verschlankung allerdings denjenigen, die sich vor der Strahlung fürchteten. Doch auch hier entspannte sich die Lage: Eine vom städtischen Umweltamt beauftragte Strahlenmessung in zehn Haushalten, die sich freiwillig gemeldet hatten, ergab, dass die Belastung weit unter den Grenzwerten liegt. In einer Wohnung in unmittelbarer Funkmastnähe war die Strahlung am niedrigsten. Am höchsten war sie in einer Drittgeschosswohnung mit Sichtkontakt gegenüber. Jedoch auch hier seien nur 17,4 Prozent des Grenzwertes ausgeschöpft worden, heißt es in der Studie.

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